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Floragard Tongranulat 50 Liter

Floragard Tongranulat (50 L) ist die Basis für eine optimale Drainage und Belüftung in Erde/Coco oder als stabiles Substrat für deine Hydrokultur.
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ERDEN & SUBSTRATE

Floragard Tongranulat 50 Liter

Die stabile Basis für deine Pflanzen: Egal ob als Drainageschicht gegen Staunässe, zur Auflockerung deines Substrats oder als komplettes Medium für die Hydrokultur – dieses Tongranulat sichert die Luftzufuhr an den Wurzeln und optimiert den Wasserhaushalt.

Hydrokultur-geeignet Drainage & Belüftung Strukturstabil & Wiederverwendbar Beugt Staunässe vor
Überblick

Das Floragard Tongranulat ist ein echter Allrounder, der in fast jedem Setup einen wichtigen Job übernimmt. Es besteht aus reinem, bei hohen Temperaturen gebranntem Ton. Dieser Prozess macht die Kügelchen extrem porös, leicht und gleichzeitig formstabil. Anders als organische Substrate zersetzt es sich nicht, verdichtet nicht und behält über Jahre seine Struktur. Das macht es zur sicheren Bank für langfristige Projekte und wiederverwendbare Setups.

Die Hauptaufgabe der Tonkügelchen ist die physikalische Optimierung deines Wurzelraums. Sie schaffen große Poren, durch die überschüssiges Wasser abfließen kann und gleichzeitig Luft an die Wurzeln gelangt. Diese Eigenschaft ist entscheidend, um Wurzelfäule (Pythium) durch Staunässe zu verhindern – einer der häufigsten Fehler im Indoor Grow. Gleichzeitig kann die poröse Oberfläche Wasser und Nährstoffe speichern und bei Bedarf wieder an die Pflanze abgeben, was für einen ausgeglichenen Haushalt sorgt.

Ob du nun eine 3-5 cm hohe Drainageschicht in deinen großen Stofftöpfen anlegst, deine schwere Erde mit 10-20 % Tongranulat auflockerst oder ein komplettes Ebbe-Flut-System damit befüllst: Das Ergebnis sind gesündere, kräftigere Wurzeln, die Nährstoffe effizienter aufnehmen können. Zudem ist die Oberfläche für Trauermücken unattraktiv, was den Schädlingsdruck von Anfang an reduziert.

Im Einsatz

Szenario 1: Die klassische Drainage in Erde oder Coco. Du kennst das: Nach ein paar Wochen wird dein Substrat im unteren Topfbereich fest und "sumpfig". Wenn du deine Töpfe vorbereitest, füllst du einfach die untersten 3-5 cm mit dem Tongranulat auf, bevor die Erde hineinkommt. Dieses "Wasserreservoir" verhindert, dass die Wurzeln permanent im Nassen stehen. Überschüssiges Wasser aus dem Gießvorgang sammelt sich kurz in den Zwischenräumen und kann dann sauber über die Topflöcher ablaufen. Das ist die einfachste Versicherung gegen Übergießen.

Szenario 2: Substrat auflockern für mehr Luft. Wenn du mit sehr feiner oder schwerer Erde arbeitest, die zur Verdichtung neigt, mischst du 10-20 % Tongranulat unter dein Substrat. Das bricht die dichte Struktur auf und schafft dauerhafte Luftkanäle im gesamten Wurzelballen. Deine Wurzeln können leichter wachsen, atmen besser und du bekommst ein viel vitaleres Wurzelsystem. Ein typischer Fehler hier ist, zu wenig zu nehmen – unter 10 % ist der Effekt kaum spürbar.

Szenario 3: Reines Hydrokultur-Substrat. In Systemen wie Ebbe-Flut, Drip-Systemen oder Netztöpfen ist Tongranulat das Medium der Wahl. Es gibt den Pflanzen den nötigen Halt, ohne die Nährlösung chemisch zu beeinflussen. Die Kügelchen halten die Wurzeln feucht, aber nicht nass, da die Nährlösung nach dem Fluten wieder abläuft und viel Sauerstoff in den Wurzelraum zurückkehrt. Hier ist es entscheidend, das Granulat vor der Nutzung gründlich zu spülen, um Staub und kleine Partikel zu entfernen, die sonst deine Pumpen und Leitungen verstopfen könnten.

Szenario 4: Abdeckschicht gegen Schädlinge und Verdunstung. Eine 2-3 cm dicke Schicht Tongranulat oben auf der Erde macht es Trauermücken schwer, ihre Eier abzulegen. Die trockene Oberfläche ist für sie unattraktiv. Gleichzeitig reduziert diese Schicht die Verdunstung von Wasser aus dem Substrat, was besonders in der heißen Phase der Blüte oder bei starker Lampenleistung nützlich sein kann. So bleibt dein Substrat länger gleichmäßig feucht.

Anwendung

Die Vorbereitung des Tongranulats ist einfach, aber wichtig für den Erfolg. Besonders in hydroponischen Systemen ist das saubere Arbeiten entscheidend, um Probleme von vornherein zu vermeiden.

Schritt 1: Gründlich spülen. Fülle das Granulat in einen großen Eimer oder eine Wanne. Spüle es mehrmals kräftig mit klarem Wasser durch, bis das ablaufende Wasser sauber ist. Durch den Transport und die Lagerung entsteht feiner Tonstaub, der unbedingt entfernt werden muss. Ein alter Kissenbezug oder ein feines Netz kann hier als Sieb gute Dienste leisten.

Schritt 2 (Optional, für Hydro): pH-Wert stabilisieren. Tongranulat kann anfangs den pH-Wert der Nährlösung leicht anheben. Um das zu puffern, kannst du das gespülte Granulat für 12-24 Stunden in Wasser mit einem angepassten pH-Wert (z.B. 5.5 - 6.0) einlegen. Das sättigt die Poren und sorgt dafür, dass dein pH-Wert im System von Anfang an stabiler läuft. Dies ist kein Muss, aber eine bewährte Methode bei empfindlichen Pflanzen oder präzise gesteuerten Systemen.

Schritt 3: Einsetzen.

  • Als Drainage: Fülle die gewünschte Menge des gespülten, feuchten Granulats als unterste Schicht in den Topf.
  • Als Substratmischung: Mische das gespülte Granulat homogen unter deine trockene Erde oder dein Coco-Substrat, bevor du es anfeuchtest.
  • In der Hydrokultur: Fülle das vorbereitete Granulat in deine Netztöpfe oder dein Systembett. Setze dann deine Jungpflanze oder deinen Steckling vorsichtig ein und fülle die restlichen Lücken auf.

Tipp zur Wiederverwendung: Nach einem Grow-Durchgang kannst du das Tongranulat einfach wiederverwenden. Entferne grobe Wurzelreste und spüle es gründlich. Um eventuelle Krankheitserreger oder Salzablagerungen zu entfernen, kannst du es mit einer speziellen Reinigungslösung (z.B. auf Wasserstoffperoxid-Basis) desinfizieren oder einfach in kochendem Wasser abkochen. Danach ist es wieder wie neu.

Technik & Daten

Das Floragard Tongranulat ist ein rein mineralisches Kultursubstrat, das durch seine physikalischen Eigenschaften überzeugt. Es ist chemisch inert und beeinflusst die Nährstoffzusammensetzung deiner Nährlösung nicht, was dir die volle Kontrolle über die Düngung gibt.

Physikalische Eigenschaften

  • Material: Expandierter, gebrannter Ton
  • Struktur: Rund, porös, strukturstabil
  • Körnung: Typischerweise 8-16 mm (Standard für Hydro)
  • Wasserhaltekapazität: Hoch, durch poröse Struktur
  • Luftporenvolumen: Sehr hoch, sorgt für exzellente Wurzelbelüftung

Chemische Eigenschaften

  • pH-Wert: Nahezu neutral (kann anfangs leicht alkalisch sein)
  • EC-Wert: Sehr niedrig, da ungedüngt und salzfrei
  • Pufferkapazität: Gering, reagiert schnell auf pH-Anpassungen
  • Zusätze: Keine chemischen Zusätze oder Dünger
FAQ
Muss ich das Tongranulat wirklich waschen?
Ja, unbedingt. Der feine Tonstaub, der beim Transport entsteht, kann in Hydro-Systemen Pumpen und Schläuche verstopfen oder in Erdmischungen die Poren zusetzen und zu einer schlammigen Schicht am Topfboden führen. Einmal kurz durchspülen, bis das Wasser klar ist, verhindert viele Probleme.
Wie oft kann ich das Tongranulat wiederverwenden?
Theoretisch unendlich oft. Da es ein gebranntes Mineral ist, zersetzt es sich nicht. Wichtig ist nur die gründliche Reinigung zwischen den Durchgängen. Alte Wurzeln entfernen und mit einer geeigneten Lösung (z.B. Canna D-Block oder H2O2-Lösung) desinfizieren, um Salze und Keime zu beseitigen.
Mein pH-Wert steigt nach dem Einfüllen des Granulats. Was kann ich tun?
Das ist normal, da frisches Tongranulat oft leicht alkalisch ist. Du kannst es, wie in der Anwendung beschrieben, für einige Stunden in pH-reguliertem Wasser vorwässern. Im laufenden Betrieb regulierst du einfach deine Nährlösung wie gewohnt. Nach ein paar Tagen stabilisiert sich der Effekt von selbst.
Kann ich Tongranulat auch für die Anzucht von Stecklingen verwenden?
Ja, das geht sehr gut. Fülle kleine Netztöpfe mit dem gespülten Granulat und stecke den Steckling hinein. Das luftige Substrat fördert eine schnelle Wurzelbildung. Achte darauf, dass das Granulat konstant feucht bleibt, zum Beispiel in einem Bubbler oder einem kleinen Ebbe-Flut-System.
Wie viel Tongranulat brauche ich für eine Drainageschicht?
Eine gute Faustregel ist, den Topf zu etwa 1/5 bis 1/4 seiner Höhe mit Tongranulat zu füllen. Bei einem 11-Liter-Topf wären das also etwa 2-3 Liter Granulat. Das sorgt für einen ausreichenden Puffer gegen Staunässe.
Entstehen Algen auf dem Tongranulat?
Wenn die Oberfläche des Tongranulats dauerhaft Licht und Feuchtigkeit ausgesetzt ist, können sich Algen bilden. Das ist meist nur ein optisches Problem. Du kannst es verhindern, indem du die Oberfläche abdeckst (z.B. mit Schwarz-Weiß-Folie) oder dafür sorgst, dass die oberste Schicht zwischen den Bewässerungen abtrocknen kann.
Lieferumfang
  • 1x Sack Floragard Tongranulat, 50 Liter