Bio Aussaaterde Frux 18L
Für den kritischen Start von Samen und Stecklingen brauchst du ein fehlerverzeihendes Medium. Die Frux Bio Aussaaterde verhindert Wurzelbrand durch extrem niedrige Salzgehalte und sorgt mit Effektiven Mikroorganismen (EM), Naturton und Bims für eine perfekte, fluffige Struktur.
Der Start ist die sensibelste Phase in deinem Grow. Setzt du deine wertvollen Samen oder frisch geschnittenen Stecklinge direkt in eine scharfe, stark vorgedüngte Erde, verbrennen die zarten Haarwurzeln sofort durch den osmotischen Schock. Die Frux Bio Aussaaterde ist exakt darauf abgestimmt, dieses Risiko komplett auszublenden. Sie liefert dir ein mildes, organisches Milieu, das Babypflanzen den perfekten, stressfreien Start ermöglicht.
Anstelle von aggressiven synthetischen Salzen setzt dieses Substrat auf hochwertigen Kompost. Der eigentliche Motor im Boden sind dabei die zugesetzten Effektiven Mikroorganismen (EM). Diese mikroskopischen Helfer zersetzen das organische Material kontinuierlich und stellen die Nährstoffe genau dann in sanften Dosen zur Verfügung, wenn deine Jungpflanze sie auch verarbeiten kann. Es gibt keinen Nährstoff-Überschuss, sondern eine konstante, natürliche Versorgung auf Bio-Niveau.
Doch Nährstoffe sind nur die halbe Miete – die physische Struktur entscheidet im Topf darüber, ob deine Steckis wurzeln oder faulen. Frux hat diese Rezeptur mit Holzfasern und Bims (Pumice) angereichert. Die Holzfasern bringen massiv Sauerstoff in den Wurzelbereich, was die gefürchtete Umfallkrankheit bei Keimlingen im Keim erstickt. Der Bims lockert das Substrat mechanisch auf und verhindert, dass sich die Erde nach mehreren Gießvorgängen zu einem dichten Betonblock verdichtet.
Abgerundet wird das Profil durch frischen Naturton. Wenn du beim ersten Angießen mal etwas zu großzügig warst, spielt der Ton seine größte Stärke aus. Er wirkt als mächtiger Puffer, der überschüssige Feuchtigkeit und gelöste Nährstoffe speichert und sie erst wieder an die Umgebung abgibt, wenn das Substrat trockener wird. Das verzeiht dir kleine Gießfehler in den ersten, hochsensiblen Wochen ohne sofortige Konsequenzen.
Wenn du Samen keimen lässt, kommt es auf die ersten 72 Stunden an. Die Frux Erde punktet hier mit einem extrem niedrigen Salzgehalt von unter 1,5 g/l. Das hält den osmotischen Druck im Boden extrem gering. Wenn die kleine Pfahlwurzel aus dem Samen bricht, kann sie sofort ungehindert Wasser aufnehmen, ohne durch einen zu hohen EC-Wert der Erde regelrecht ausgesaugt zu werden. Das Resultat sind weniger Ausfälle und eine deutlich schnellere Etablierung im Anzuchttopf.
Bei Stecklingen (Klonen) ist das Risiko ein anderes: Sie besitzen noch keine Wurzeln und müssen diese bei hoher Luftfeuchtigkeit im Zimmergewächshaus erst bilden. Das Problem vieler billiger Erden ist, dass sie unter diesen Bedingungen verschlammen. Die Stängel deiner Steckis stehen dann in nasser Pampe und faulen ab. Durch den Bims und die Holzfasern in der Frux Erde bleibt das Medium luftig, überschüssiges Wasser drainiert schnell ab und der hohe Sauerstoffanteil regt die Zellausdifferenzierung an den Schnittstellen an.
Ein typischer Fehler bei der Anzucht ist das komplette Austrocknenlassen der Anzuchttöpfe. Wenn dieses organische Substrat einmal knochentrocken wird, sterben nicht nur die Effektiven Mikroorganismen ab, sondern die Erde wird auch stark wasserabweisend (hydrophob). Wenn du merkst, dass das passiert ist, gieße nicht massiv von oben, sondern stelle die Anzuchttöpfe kurz in eine flache Schale mit Wasser, damit sie sich von unten langsam wieder vollsaugen können.
Nach etwa drei bis vier Wochen (je nach Topfgröße und Licht) haben deine Pflanzen die milde Startladung an Nährstoffen aufgebraucht. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem das erste oder zweite richtige Blattpaar voll ausgebildet ist und die weißen Wurzeln unten aus den Drainagelöchern schauen. Ab hier topfst du sie zwingend in einen kräftigen Grow-Mix um oder du fängst an, mit einem sanften Wuchsdünger über das Gießwasser nachzuhelfen.
Da die Frux Bio Aussaaterde komplett "gebrauchsfertig" geliefert wird, musst du weder Perlit untermischen noch den pH-Wert vorab mit Kalk einstellen. Wenn du den Sack öffnest, greif am besten mit beiden Händen tief hinein und lockere die Erde leicht auf. Das bricht eventuelle Verdichtungen, die beim Palettentransport entstanden sind, auf und aktiviert das maximale Luftvolumen zwischen dem Bims und den Holzfasern.
Fülle deine Anzuchttöpfe (meist 0,25 bis 0,5 Liter) oder Multitopfplatten locker bis knapp unter den Rand. Der größte Fehler hierbei: Drücke die Erde nicht mit Gewalt fest! Es reicht völlig, wenn du den gefüllten Topf ein-, zweimal leicht auf den Untergrund klopfst, damit sich das Substrat natürlich setzt. So stellst du sicher, dass die überlebenswichtigen Lufteinschlüsse für die jungen Wurzeln erhalten bleiben.
Wenn du Samen ansetzt, mach mit dem Finger oder einem Pikierstab ein etwa 1 bis 2 cm tiefes Loch, leg den Samen waagerecht hinein und bedecke ihn locker mit etwas Erde. Gieße danach niemals mit einem harten Wasserstrahl an – das spült den Samen gnadenlos nach unten. Nutze stattdessen einen Drucksprüher, um die Oberfläche sanft, aber durchdringend zu befeuchten. Bei Stecklingen bohrst du das Loch etwas tiefer, setzt den Trieb ein und drückst die Erde seitlich sanft an den Stängel, um Stabilität und Kontakt zum feuchten Medium zu garantieren.
Wenn dein pH-Wert vom Gießwasser nach dem Anmischen von eventuellen Wurzelstimulatoren plötzlich absackt, bewahrt dich die Erde vor Schlimmerem: Der beigemischte Naturton puffert solche Ausreißer im Topf erstaunlich gut ab. Dennoch solltest du es nicht provozieren. Ein Gießwasser-pH um die 6,0 bis 6,5 ist für dieses Medium ideal, da hier die EMs am vitalsten arbeiten und alle Spurenelemente sauber aufgeschlüsselt werden.
Ein Blick auf die technischen Spezifikationen zeigt unmissverständlich, warum die Frux Bio Aussaaterde ein reines Spezialmedium ist. Der pH-Wert ist werksseitig auf milde 5,5 bis 6,5 (gemessen in CaCl2) eingestellt. In diesem leicht sauren bis neutralen Bereich sind Eisen und andere essenzielle Spurenelemente für Jungpflanzen direkt verwertbar, ohne dass es zu den gefürchteten Lockouts in der frühen Wachstumsphase kommt.
Die absolut kritischste Metrik für eine Anzuchterde ist der Salzgehalt. Er liegt bei dieser Mischung strikt unter 1,5 g/l (KCl). Zum Vergleich: Reguläre Erden für die spätere Blütephase schlagen oft mit dem doppelten oder dreifachen Wert zu Buche. Dieser extrem niedrige Salzgehalt garantiert einen sehr niedrigen Boden-EC. Nur so wird verhindert, dass der osmotische Druck die Zellen der feinen Wurzelspitzen platzen lässt.
Die organische Nährstoffladung (NPK) ist maßgeschneidert auf die ersten Lebenswochen. Mit 150 mg/l Stickstoff (N) gibt es genau genug Energie für die Bildung der ersten echten Blätter, ohne dass die Pflanze unnatürlich spargelt. Kalium ist mit 400 mg/l (K2O) im Verhältnis sehr stark vertreten – das ist pure Absicht, um vom ersten Tag an starke Zellwände, dicke Stängel und eine massive Wurzelverzweigung zu provozieren.
Der Sack liefert 18 Liter Füllvolumen, was dir bei der typisch lockeren Befüllung für etwa 70 handelsübliche 0,25-Liter-Anzuchttöpfe reicht. Mit einem Eigengewicht von 9,2 kg bringt das Substrat genau die richtige physikalische Dichte mit: Es ist schwer genug, um den Töpfen Standfestigkeit zu geben und Nässe zu halten, wird aber durch den Bims und die Holzfasern leicht genug gehalten, um den Wurzeln keinen mechanischen Widerstand zu leisten.
Eigenschaften & Werte
- pH-Wert: 5,5 - 6,5 (CaCl2)
- Salzgehalt: < 1,5 g/l (KCl)
- Volumen: 18 Liter
- Gewicht: 9,2 kg
Nährstoffe & Inhaltsstoffe
- Stickstoff (N): 150 mg/l
- Phosphat (P2O5): 150 mg/l
- Kaliumoxid (K2O): 400 mg/l
- Magnesium (Mg): 130 mg/l
- Zusätze: EM, Bims, Holzfasern, Naturton, Kompost
Du brauchst kein hochkomplexes Equipment, um diese Erde erfolgreich zu nutzen, aber die Grundlagen der Anzucht müssen stimmen. Zwingend erforderlich sind Anzuchttöpfe oder Trays mit vernünftigen Drainagelöchern im Boden. Die Erde speichert durch den Kompost und Naturton sehr viel Wasser – wenn dieses unten nicht ablaufen kann, verdrängt es den kompletten Sauerstoff und die Wurzeln faulen in kürzester Zeit weg.
Um das volle Potenzial bei der Samen- und Stecklingsanzucht zu entfalten, empfehlen wir dir ein handelsübliches Zimmergewächshaus (Propagator), um die Luftfeuchtigkeit oben zu halten. Kombinierst du das Ganze noch mit einer Heizmatte, die das Substrat auf konstante 22 bis 24 °C erwärmt, hast du die perfekte Umgebung für rasante Keimraten und explosive Wurzelbildung geschaffen.
Dieses Substrat ist das perfekte Startmedium für fast alle starkzehrenden, schnellwachsenden Pflanzen, Gemüse, Kräuter und speziell für deine Crops im Indoor-Zelt. Völlig egal, ob du empfindliche reguläre Samen, teure Autoflower oder gerade erst geschnittene Klone ansetzt – die milde Bio-Formel garantiert dir, dass in den ersten Wochen nichts durch Salze verbrannt wird.
Ganz klar abgrenzen musst du den Einsatz aber in der Folgezeit: Für die vegetative Hauptwachstumsphase oder gar die Blütephase von ausgewachsenen Starkzehrern ist die Erde pur im Topf viel zu schwach. Hier müsstest du extrem stark und permanent flüssig nachdüngen. Ebenfalls komplett tabu ist die Erde für saure Moorbeetpflanzen, da der Naturton und die Nährstoffpufferung hier toxisch wirken würden.
Warum nehme ich für Samen nicht gleich meinen normalen Grow-Mix?
Muss ich noch Perlit zur Auflockerung untermischen?
Wann muss ich anfangen, meine Keimlinge zu düngen?
Was genau machen die Effektiven Mikroorganismen (EM) in der Erde?
Wie lagere ich den restlichen Sack am besten, wenn ich nur wenig brauche?
Wenn mein pH-Wert vom Leitungswasser schwankt, schadet das der Anzucht?
- 1x Sack Bio Aussaaterde Frux
Volumen: 18 Liter | Gewicht: 9.2 kg

