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CANNA Hydro Vega A + B (Hartes Wasser), 1 l

CANNA Hydro Vega A + B (Hartes Wasser) ist ein professioneller Zweikomponenten-Wachstumsdünger für Run-to-Waste Hydrosysteme. Speziell für Leitungswasser ab EC 0,4.

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DÜNGER

CANNA Hydro Vega A + B (Hartes Wasser), 1 l

Der professionelle Zweikomponenten-Komplettdünger für die Wachstumsphase in offenen Hydro-Systemen. Speziell entwickelt für kalkhaltiges Leitungswasser, liefert Hydro Vega sofort verfügbare Nährstoffe für kräftige Wurzeln und dichte Triebe auf inerten Medien.

Hydroponik Run-to-Waste Hartes Wasser Vegi-Phase
Überblick

Wenn du auf inerten Medien wie Steinwolle, reinen Blähtonkugeln oder Mapito anbaust, startest du bei null. Das Substrat enthält absolut keine eigenen Nährstoffe und dient nur als mechanischer Halt für die Wurzeln. Genau hier kommt CANNA Hydro Vega A + B ins Spiel: Es liefert ein lückenloses, sofort pflanzenverfügbares Nährstoffprofil, das deine Pflanzen in der vegetativen Phase brauchen, um ein kräftiges Gerüst aufzubauen.

Dieser Dünger ist explizit für offene Systeme, auch "Run-to-Waste" genannt, konzipiert. Das bedeutet, dass das überschüssige Gießwasser (der Drain) abfließt und nicht in den Nährstofftank zurückgeführt wird. Da sich die Zusammensetzung der Nährlösung im Kreislauf nicht aufschaukelt, kann Hydro Vega die Pflanzen bei jeder Bewässerung mit einer frischen, perfekt abgestimmten Nährstoffladung versorgen.

Der Zusatz "Hartes Wasser" (HW) löst eines der häufigsten Probleme im Indoor-Grow: Wenn dein Leitungswasser von Natur aus stark kalkhaltig ist, stört dieses überschüssige Kalzium und Magnesium oft die Nährstoffaufnahme. Die HW-Formulierung berücksichtigt diese Vorkommen im Wasser, reduziert den Anteil im Dünger entsprechend und sorgt dafür, dass dein pH-Wert im Tank stabil bleibt, anstatt nach oben zu schießen.

Um zu verhindern, dass hochkonzentrierte Elemente wie Kalzium und bestimmte Phosphate bereits in der Flasche miteinander reagieren und verklumpen, ist das System strikt in zwei Komponenten aufgeteilt. Erst wenn sie stark verdünnt im Wassertank aufeinandertreffen, bleiben sie in einer Form, die die Pflanze aufnehmen kann.

Im Einsatz

Im offenen Hydro-System hast du keinen Puffer wie bei organischer Erde. Das bedeutet: Was du in den Nährstofftank mischst, kommt direkt und ungefiltert an den Wurzeln an. In der vegetativen Phase (Vegi) verlangen deine Pflanzen nach viel Stickstoff, um große Sonnensegel und dicke Triebe zu entwickeln. Mit Hydro Vega reagieren sie in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden auf Anpassungen in deinem EC-Wert. Dieser direkte Zugriff macht das System extrem reaktionsschnell.

Ein typischer Fehler im Run-to-Waste-Betrieb ist das Bewässern ohne oder mit zu wenig Drain. Wenn du mehrmals täglich deine Steinwollblöcke flutest, entziehen die Pflanzen der Lösung Nährstoffe und Wasser verdunstet. Salze bleiben im Medium zurück. Wenn du jetzt keinen Drain zulässt, schießt der EC-Wert in deinem Substrat unweigerlich in die Höhe und verbrennt die feinen Wurzelspitzen. Das Ziel beim Einsatz von Hydro Vega ist es immer, so viel zu gießen, dass 10 % bis 20 % der Nährlösung unten wieder herauslaufen und die alten Salze auswaschen.

Während des Alltags schützt dich die HW-Formel vor verstopften Tropf-Leitungen. Standard-Dünger würden in Kombination mit hartem Wasser schnell zu Ausfällungen (weißliche, harte Krusten) im Tank und in den Schläuchen führen. Hydro Vega HW hält diese Elemente auch bei leicht schwankenden pH-Werten in Lösung.

Den Übergang in die Blütephase machst du fließend. Sobald du das Licht auf 12/12 umstellst, beginnen die Pflanzen den "Stretch" – sie wachsen noch einmal massiv in die Höhe. In diesen ersten 1 bis 3 Wochen der Blütephase fährst du weiterhin mit Hydro Vega, um diesen Schub zu unterstützen. Erst wenn die eigentliche Blütenbildung richtig einsetzt und das Höhenwachstum stoppt, stellst du dein System auf CANNA Hydro Flores um.

Anwendung

Das Mischen von Zweikomponenten-Düngern unterliegt einer eisernen Grundregel: Du darfst die Komponenten A und B niemals unverdünnt miteinander mischen. Tust du es doch, flockt die Lösung sofort aus. Diese Ausfällungen sind für die Pflanze wertlos und blockieren dein System dauerhaft.

Gehe beim Ansetzen deines Nährstofftanks immer schrittweise vor. Fülle deinen Tank zuerst mit Leitungswasser, idealerweise auf etwa 20 bis 22 °C temperiert. Schüttle die Flaschen vor Gebrauch kräftig. Gib nun die abgemessene Menge von Komponente A in das Wasser und rühre kräftig um. Lass das Ganze kurz durchmischen. Erst danach gibst du die exakt gleiche Menge von Komponente B hinzu und rührst erneut um.

Wenn dein pH-Wert nach dem Mischen absackt oder stark schwankt, liegt das meist an zu kurzer Ruhezeit. Lass die fertige Nährlösung nach dem Einrühren von Komponente B für ein bis zwei Stunden stehen, bevor du zum ersten Mal den pH-Wert misst und gegebenenfalls mit pH-Down oder pH-Up korrigierst. So können sich alle Elemente im Wasser stabilisieren.

Die Dosierung richtet sich nach dem Entwicklungsstadium deiner Pflanzen, wobei das offizielle Schema eine maximale Konzentration von 4 ml pro Liter Nährlösung vorgibt. Kontrolliere immer deinen Ziel-EC-Wert.

Entwicklungsphase Hydro Vega A (pro L) Hydro Vega B (pro L)
Sämlinge & Stecklinge 1 - 2 ml 1 - 2 ml
Vegetative Phase 2 - 3 ml 2 - 3 ml
Intensives Wachstum (Stretch) 3 - 4 ml 3 - 4 ml
Technik & Daten

CANNA Hydro Vega besticht durch seine komplett mineralische Formulierung. Es enthält keinerlei organische Reststoffe, die im System verrotten oder Mikroorganismen für die Aufspaltung benötigen könnten. Das garantiert eine absolut saubere Nährlösung im Tank, selbst wenn dieser für mehrere Tage angemischt bleibt.

Ein technisches Highlight sind die eingesetzten EDDHA-Eisenchelate. Eisen ist entscheidend für die Chlorophyllbildung (das satte Grün der Blätter), verliert aber oft seine pflanzliche Verfügbarkeit, sobald der pH-Wert in der Nährlösung leicht schwankt. Die Chelat-Struktur ummantelt das Eisen und hält es auch bei leichten pH-Abweichungen jederzeit aufnahmefähig für die Wurzeln.

Das Trennprinzip der A- und B-Flaschen macht sich CANNA zunutze, um Phosphat- und Calciumverbindungen erst bei starker Verdünnung zusammenzubringen. Dies stellt sicher, dass 100 % des investierten Düngers auch tatsächlich in der Pflanze ankommen und nicht als Gipsablagerungen auf dem Boden deines Tanks enden.

Mischverhältnis & Zielwerte

  • Max. Dosierung: 4 ml A + 4 ml B pro Liter (1:250)
  • Ziel-EC-Wert: 1.5 - 2.4 mS/cm (inkl. Leitungswasser)
  • Ziel-pH-Wert: 5.2 - 6.2

Anforderungsprofil

  • Wasserhärte: Hartes Wasser (Leitungswasser-EC > 0.4)
  • System-Typ: Offen / Run-to-Waste (keine Rückführung)
  • Passende Medien: Steinwolle, Blähton, Mapito
Voraussetzungen

Damit dieser Dünger genau das tut, wofür er entwickelt wurde, musst du die Härte deines Leitungswassers kennen. Messe den EC-Wert deines reinen, kalten Wassers aus dem Hahn. Liegt dieser Wert bei über 0,4 mS/cm, hast du hartes Wasser und dieses Produkt ist perfekt für dich. Liegt der Ausgangs-EC deines Wassers unter 0,4 mS/cm (oder nutzt du eine Umkehrosmose-Anlage), solltest du zwingend auf die "Weiches Wasser" Variante von CANNA ausweichen.

Du kommst im hydroponischen Anbau nicht ohne präzise Messgeräte aus. Da inerte Medien wie Steinwolle Fehltritte nicht verzeihen und nichts puffern, musst du einen zuverlässigen EC-Meter und ein frisch kalibriertes pH-Meter besitzen. Wer hier nach Augenmaß mischt, riskiert Nährstoffsperren und Verbrennungen an den Pflanzen.

Das Nährstoffprofil funktioniert nur im beschriebenen Run-to-Waste-System. Dein Setup muss es zulassen, dass überschüssiges Gießwasser abtropft, gesammelt und entsorgt wird. Es darf nicht in deinen Stammtank zurücklaufen.

Eignung

Hydro Vega HW ist der Spezialist für die ersten Wochen im Leben deiner Pflanze. Er eignet sich hervorragend ab der Bildung echter Blattpaare, begleitet die gesamte Wachstumsphase und stützt die Pflanze durch den massiven Stretch in den ersten Wochen nach der Umstellung auf einen 12/12 Lichtzyklus.

Für rezirkulierende Systeme, bei denen das Wasser im Kreis gepumpt wird (wie DWC, Ebbe-Flut-Tische oder NFT-Systeme), ist Hydro Vega nicht die richtige Wahl. Hier würde der pH-Wert durch die ständige Zirkulation entgleisen – für solche Setups hat CANNA die "Aqua" Serie entwickelt.

Auf Erde oder Living-Soil-Mischungen solltest du diesen Dünger ebenfalls nicht anwenden. Erde hat ein komplexes Eigenleben, bringt eigene Nährstoffe mit und verlangt nach völlig anderen Nährstoffverhältnissen. Für Erd-Setups ist CANNA Terra Vega gedacht.

Lieferumfang
  • 1x CANNA Hydro Vega A (1 Liter)
  • 1x CANNA Hydro Vega B (1 Liter)

Das Produkt wird als zusammengehöriges Zweikomponenten-Set geliefert.

FAQ
Warum muss ich A und B getrennt ins Wasser geben?
Wenn du hochkonzentriertes Kalzium (in A) und Phosphat (in B) direkt zusammenkippst, reagieren diese miteinander. Sie bilden eine unlösliche Verbindung, die als weiße Flocken im Wasser schwimmt. Die Pflanze kann diese Elemente dann nicht mehr aufnehmen. Deshalb: Immer erst A ins Wasser mischen, dann B.
Wann stelle ich von Hydro Vega auf Hydro Flores um?
Wechsle nicht direkt am Tag der Lichtumstellung (12/12) auf den Blütedünger. Die Pflanzen haben in den ersten 1 bis 3 Wochen noch einen extremen Höhen- und Blattzuwachs (Stretch) und brauchen dafür den Stickstoff aus dem Vega. Erst wenn das Höhenwachstum stagniert und die Blütenbildung deutlich einsetzt, wechselst du auf Hydro Flores.
Woher weiß ich, ob ich "Hartes Wasser" habe?
Lass kaltes Wasser aus dem Hahn laufen, warte ein paar Minuten und messe es mit deinem EC-Meter. Zeigt das Gerät einen Wert von über 0,4 mS/cm an, hast du hartes Wasser und dieses Produkt ist das Richtige für dich.
Brauche ich bei dieser Variante noch zusätzlich CalMag?
In der Regel nicht. Hartes Wasser bringt von Haus aus bereits viel Kalzium und Magnesium mit sich. Die Dünger-Rezeptur ist extra so ausbalanciert, dass sie diese Eigenanteile des Wassers berücksichtigt. Zusätzliches CalMag würde das Gleichgewicht stören.
Wie viel Drain (Abfluss) ist beim Gießen Pflicht?
Im Run-to-Waste-System solltest du bei jedem Bewässerungsvorgang einen Drain von 10 % bis 20 % anpeilen. Wenn du also mit 10 Litern bewässerst, sollten am Ende 1 bis 2 Liter unten aus der Steinwolle oder dem Blähton herauslaufen, um abgelagerte Salze wegzuspülen.
Muss ich den pH-Wert nach dem Düngermischen zwingend anpassen?
Meistens ja. Die Düngerkomponenten verändern den pH-Wert des Wassers. Nach dem gründlichen Einrühren beider Komponenten und einer kurzen Ruhezeit (1-2 Stunden) misst du den pH-Wert. Liegt er nicht zwischen 5,2 und 6,2, musst du ihn mit entsprechenden Säuren (pH- oder pH+) korrigieren.
Kann ich diesen Dünger auch auf reinem Kokossubstrat nutzen?
Kokossubstrat hat spezielle Eigenschaften – es speichert und tauscht Ionen (wie Kalium und Kalzium) anders aus als völlig inerte Steinwolle. Für Kokos solltest du die CANNA Coco Serie (A+B) verwenden, da diese exakt auf die Ladungswechsel im Kokos abgestimmt ist.