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Hygrozyme 500 ml

Hygrozyme (500 ml) zersetzt abgestorbene Wurzelmasse rasant, beugt Fäulnis vor und wandelt totes Gewebe in nützliche Nährstoffe und Zucker um.

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DÜNGER

Hygrozyme 500 ml

Dein Wurzelsystem wächst und erneuert sich ständig. Hygrozyme räumt die Wurzelzone auf, indem es abgestorbene Wurzelmasse zersetzt und in verwertbare Nährstoffe sowie Zucker umwandelt – für maximalen Platz und Schutz vor Fäulnis.

100 % Natürliche Enzyme Bakterienfreie Formel Für alle Substrate Schützt vor Wurzelfäule
Überblick

Wurzeln wachsen, verästeln sich, altern und sterben ab – das ist ein natürlicher botanischer Zyklus. Wenn du diesen Prozess in deinem geschlossenen Grow-System jedoch ignorierst, sammelt sich schnell abgestorbene Masse an. Diese tote Biomasse erstickt das Wurzelgeflecht und bildet den perfekten Nährboden für pathogene Pilze und Fäulniserreger wie Pythium. Hygrozyme greift genau hier ein und funktioniert wie eine mikroskopische Müllabfuhr für deinen Wurzelbereich.

Das flüssige Konzentrat nutzt eine gezielte Mischung aus vier natürlichen Enzymen, um alte, tote Wurzelzellen in rasender Geschwindigkeit aufzuspalten. Statt im Topf oder im Wassertank vor sich hin zu gammeln, wird das hartnäckige organische Material abgebaut. Dabei entzieht das Produkt dem System nicht einfach nur Abfall, sondern wandelt ihn synergetisch in leicht verwertbare Einfachzucker und freigesetzte Mineralien um.

Das Besondere an Hygrozyme ist sein bakterienfreier Fermentationsprozess. Im Gegensatz zu vielen anderen Wurzelpräparaten, die auf lebenden Mikroorganismen basieren, enthält dieses Produkt keine Bakterienkulturen, die absterben oder das System verstopfen könnten. Das macht die Lösung extrem stabil. Sie behält ihre volle Aktivität im Tank, kippt nicht um und arbeitet präzise innerhalb des optimalen pH- und Temperaturbereichs deiner Pflanzen.

Indem du die Wurzelzone sauber hältst, schaffst du physisch Platz für neues Wurzelwachstum. Die Pflanze muss keine Energie aufwenden, um Fäulnisprozesse abzuwehren, und kann sich stattdessen auf das Erreichen ihres vollen genetischen Potenzials in der Blüte konzentrieren.

Im Einsatz

In Hydro-Systemen – egal ob DWC (Deep Water Culture), Aeroponik oder NFT – ist totes Material der Feind Nummer eins. Wenn dein EC-Wert nach dem Mischen im Tank plötzlich völlig unerklärlich ansteigt oder der pH-Wert massiv driftet, ist oft verrottende Biomasse schuld, die Säuren und unkontrollierte Salze abgibt. Gibt man Hygrozyme in die Nährlösung, löst sich dieser "Wurzelschlamm" auf, bevor er deine Tropfer blockiert oder einen schmierigen Film an den Pumpen bildet.

Ein massiver Vorteil entsteht, wenn du parallel mit nützlichen Mikroorganismen (Beneficials) wie Trichoderma oder Bacillus arbeitest, beispielsweise in Living Soil oder Kokosfaser. Die Enzyme von Hygrozyme knacken die harten Zellwände der abgestorbenen Wurzeln und produzieren dabei Einfachzucker. Diese Kohlenhydrate sind die absolute Leibspeise für deine Nützlinge. Du fütterst damit also indirekt deine mikrobielle Armee, die sich rasant vermehrt und das Wurzelsystem so noch effektiver vor echten Krankheitserregern abschirmt.

Auch beim Thema Substrat-Wiederverwendung sparst du dir mit diesen Enzymen enorm viel Zeit und Arbeit. Gerade beim Anbau auf Coco bleiben nach der Ernte unzählige feine Wurzelhaare im Medium zurück. Ein kräftiger Flush mit Hygrozyme baut diese mikroskopischen Überreste ab. Das Substrat wird wieder locker, luftig und ist deutlich schneller bereit für die nächsten Stecklinge, ohne dass altes Gewebe in der Neuansiedlungsphase fault.

Für Züchter mit Langzeit-Mutterpflanzen ist die Enzymzugabe fast schon Pflicht. Da "Muttis" oft über Jahre im selben Topf stehen, sammelt sich im Zentrum des Wurzelballens unweigerlich extrem viel verholztes, totes Material an. Regelmäßige Gaben verhindern, dass der Topf im Inneren verdichtet und erstickt. Die Mutterpflanze bleibt dadurch vitaler und liefert beständig kräftige Triebe für Stecklinge.

Anwendung

Die Anwendung von Enzymen erfordert Regelmäßigkeit, denn sie arbeiten am besten präventiv, nicht erst, wenn das Wasser bereits faulig riecht. Für junge Stecklinge, frisch gewurzelte Sämlinge und die Vorbereitung von Anzuchtmedien startest du mit einer milden Dosierung von 1,5 ml pro Liter Wasser. Sobald die Pflanzen in der vegetativen Phase stabil wachsen und in der Blüte an Masse zulegen, gehst du auf die reguläre Dosis von 2,0 bis 2,5 ml pro Liter hoch. Eine Überschreitung von 4 ml pro Liter bringt keinen schnelleren Abbau und verschwendet nur Material.

Besonders wichtig ist die korrekte Mischreihenfolge in deinem Nährstofftank. Mische immer zuerst deinen mineralischen Grunddünger in das Wasser und stelle den pH-Wert ein. Erst ganz zum Schluss, wenn die Lösung gut durchmischt ist, gibst du Hygrozyme dazu. Wenn du hochkonzentriertes pH-Minus direkt in die Enzymflüssigkeit schüttest, können die empfindlichen Proteinstrukturen denaturieren (zerstört werden), wodurch sie wirkungslos bleiben.

Nutze das Produkt bei jedem regulären Gießvorgang auf Erde oder Kokos und gib es bei jedem Reservoir-Wechsel im Hydro-System neu hinzu. Da die Enzyme bei der Zersetzung von Biomasse nach und nach "aufgebraucht" werden, hält ein kontinuierlicher Nachschub die Abbaurate im Substrat hoch.

Auch in der finalen Spülphase (Flush) vor der Ernte leistet Hygrozyme hervorragende Dienste. Während du die Basisdünger absetzt, helfen die Enzyme dabei, die letzten toten Wurzelreste aufzulösen, was der Pflanze den Impuls gibt, sich vollständig auf die Reifung der Blüten zu konzentrieren, anstatt Energie in die Wurzelzone zu pumpen.

Technik & Daten

Hygrozyme ist kein Universaldünger, sondern ein hochspezialisiertes biochemisches Werkzeug. Pflanzliche Zellwände sind extrem zäh, da sie hauptsächlich aus Cellulose, Hemicellulose und bestimmten Kohlenhydratverbindungen bestehen. Gewöhnliches Wasser oder Nährstoffe können diese verholzten Barrieren nicht auflösen. Deshalb nutzt Hygrozyme vier gezielte Enzyme, deren Konzentration in U/mL (Units per Milliliter) gemessen wird – der Standardeinheit für enzymatische Aktivität.

Die Hauptarbeit leistet die Cellulase (1.000 U/mL). Cellulose bildet das feste strukturelle Rückgrat jeder Pflanzenzelle. Die hochkonzentrierte Cellulase bricht diese harte, faserige Hauptstruktur auf, wodurch das tote Gewebe seine mechanische Festigkeit verliert und in sich zusammenfällt.

Flankiert wird sie von Xylanase (100 U/mL) und Hemicellulase (75 U/mL). Hemicellulose fungiert im Pflanzengewebe wie der Mörtel in einer Ziegelmauer – sie bindet die Cellulosefasern aneinander. Indem Xylanase und Hemicellulase diesen klebrigen Kitt auflösen, beschleunigen sie den Zerfall der gesamten Wurzelstruktur massiv.

Den Abschluss der Reaktionskette bildet die Beta-Glucanase (40 U/mL). Sie zersetzt die übriggebliebenen Glucane, wodurch das ehemals zähe Wurzelmaterial final in saubere, verwertbare Einfachzucker zerlegt wird. Dieser präzise koordinierte Ablauf stellt sicher, dass kein Faulschlamm zurückbleibt.

Enzym-Profil

  • Cellulase: 1.000 U/mL
  • Xylanase: 100 U/mL
  • Hemicellulase: 75 U/mL
  • Beta-Glucanase: 40 U/mL

Spezifikationen

  • Gebindegröße: 500 ml
  • Gewicht: 0,6 kg
  • Inhaltsstoffe: 100 % natürlich, bakterienfrei
  • Dosierung (Vegi/Blüte): 2,0 – 2,5 ml / Liter
Voraussetzungen

Um effizient arbeiten zu können, benötigt Hygrozyme ein Basis-Setup. Da es sich um ein reines Enzymprodukt und keinen Dünger handelt (es liefert von sich aus keine NPK-Nährstoffe), musst du es stets in Kombination mit einem etablierten Basisdüngeplan anwenden. Es greift nicht in deinen Dünger ein, sondern bereitet lediglich den Weg für eine bessere Nährstoffaufnahme.

Beachte zudem die Temperaturgrenzen in deinem Setup. Obwohl diese Formel weitaus hitzestabiler ist als lebende Bakterien, denaturieren Proteine bei anhaltender extremer Hitze. Wenn die Wassertemperatur in deinem Hydro-Tank konstant über 25–28 °C liegt, bauen sich die Enzyme auf Dauer ab und verlieren ihre Wirkkraft. Halte deine Nährlösung idealerweise zwischen 18 und 22 °C, um die maximale Leistung herauszuholen.

Eignung

Das Produkt ist völlig substratneutral und eignet sich für alle gängigen Grow-Methoden. Egal ob du klassisch auf Torf- oder Erdmischungen anbaust, in Kokosfaser kultivierst oder Hochleistungs-Hydrosysteme (Aeroponik, DWC, Ebbe-Flut) betreibst – Hygrozyme verhält sich in allen Medien stabil.

Darüber hinaus ist es für organische und mineralische Grower gleichermaßen geeignet. Organische Grower schätzen die Zuckerproduktion zur Fütterung ihres Bodenlebens, während mineralische Hydro-Grower von blitzsauberen Leitungen und stabilen EC-Werten profitieren.

FAQ
Schadet Hygrozyme meinen lebenden Wurzeln?
Nein. Lebendes Wurzelgewebe ist von einer intakten äußeren Schutzschicht (Epidermis) umgeben, an der die Enzyme abprallen. Die Enzym-Formel ist exakt darauf ausgelegt, nur bereits abgestorbene, ungeschützte Zellwände zu erkennen und abzubauen.
Wie lange ist die Flasche nach Anbruch haltbar?
Da Hygrozyme absolut bakterienfrei ist, verdirbt es nicht so schnell wie viele lebende "Kompost-Tees". Es hat eine garantierte Haltbarkeit von 2 Jahren ab Herstellungsdatum. Wenn du es kühl und lichtgeschützt lagerst, bleibt die Aktivität meist sogar noch länger erhalten.
Kann ich es zusammen mit Wasserstoffperoxid (H2O2) nutzen?
Davon ist abzuraten. Enzyme sind organische Proteinstrukturen. Wasserstoffperoxid ist ein starkes Oxidationsmittel, das organisches Material zersetzt. Wenn du hohe Dosen H2O2 in deinen Tank gibst, wirst du damit unweigerlich die Funktion der Enzyme stören oder sie komplett inaktivieren.
Verändert das Mittel meinen EC- oder pH-Wert?
Kaum messbar. Die Formel fügt keine aggressiven Mineralsalze hinzu, sodass dein EC-Wert praktisch unverändert bleibt. Es ist zudem für den typischen pH-Bereich von Pflanzenwurzeln (5,5 bis 6,5) optimiert und verursacht keinen unerwarteten Säure-Drift im Wassertank.
Muss ich das Produkt im Kühlschrank aufbewahren?
Eine Lagerung im Kühlschrank ist nicht zwingend erforderlich, schadet den Enzymen aber auch nicht. Wichtig ist vor allem, dass du die Flasche an einem kühlen, dunklen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung aufbewahrst und extreme Hitze (über 30 °C) vermeidest.
Kann ich damit meine Kokoserde wieder aufbereiten?
Ja, das ist einer der Hauptanwendungsfälle für Wiederverwender. Eine intensive Spülung mit 2,5 ml pro Liter am Ende eines Grows zersetzt die alten, im Kokos verbliebenen Wurzelreste. So machst du das Substrat rasch wieder luftig und gefahrlos einsetzbar für den nächsten Durchgang.
Lieferumfang
  • 1x Hygrozyme (500 ml)

Flasche vor Gebrauch stets leicht schütteln. Ausreichend für bis zu 250 Liter Nährlösung.