Tyroler Glückspilze Mykorrhiza Soluble 90g
Die Mykorrhiza Soluble von Tyroler Glückspilze ist dein biologisches Upgrade fürs Gießwasser. Mit einer extrem hochkonzentrierten Sporenmischung baust du im Substrat ein massives Wurzelnetzwerk auf, das Nährstoffe effizienter zur Pflanze transportiert und Stressphasen sicher abpuffert.
Normale Wurzeln stoßen im Topf irgendwann an ihre Grenzen. Genau hier setzt die Mykorrhiza Soluble an. Das wasserlösliche Pulver enthält eine breite Mischung aus 22 Endo- und Ektomykorrhiza-Stämmen, die eine direkte Symbiose mit den Pflanzenwurzeln eingehen. Die Pilzhyphen wachsen tief in die mikroskopischen Poren deines Substrats und fungieren wie eine gigantische Verlängerung des eigentlichen Wurzelsystems.
Zusätzlich bringen die Tyroler Glückspilze noch schützende Trichoderma-Pilze und 19 nützliche Bakterienstämme (wie Bacillus subtilis) mit ins Medium. Um das Bodenleben beim Start optimal zu versorgen, sind direkt Huminsäuren und Seegrasextrakt als Biostimulatoren eingemischt. Das bedeutet: Die Sporen haben direkt nach dem Angießen Nahrung zur Verfügung, um zügig auszukeimen und das Medium aggressiv zu besiedeln.
Das Prinzip der Symbiose ist ein fairer Deal: Die Pflanze versorgt die Pilze mit Kohlenhydraten aus der Fotosynthese. Im Gegenzug liefern die Pilze Wasser und schwer verfügbare Nährstoffe, allen voran Phosphor, direkt an die Wurzelzellen zurück. Dieser biochemische Austausch läuft so effizient ab, dass dein Düngebedarf laut Hersteller um bis zu 25 % sinken kann, da viel weniger Nährstoffe ungenutzt im Drain landen.
Im Grow-Alltag merkst du den Einsatz der Pilze vor allem dann, wenn das System unter Stress gerät. Wenn dein Substrat mal ungewollt trockenläuft, federt das Pilznetzwerk den Schock gnädig ab. Die winzigen Hyphen können Feuchtigkeit in winzigen Hohlräumen speichern und bei Bedarf an die Pflanze abgeben. Deine Mädels lassen also nicht direkt die Blätter hängen, wenn du mal einen Tag zu spät gießt.
Ein weiteres klassisches Szenario ist das Umtopfen. Steckis oder Jungpflanzen, die du in einen neuen, größeren Topf setzt, fallen oft in einen Wachstumsstopp, den sogenannten Transplantationsschock. Gießt du sie direkt nach dem Umsetzen mit der Soluble-Lösung an, docken die Sporen sofort an die verletzten Wurzelspitzen an. Die Pflanzen fassen viel schneller Fuß im neuen Medium und machen nahtlos mit der Vegi weiter.
Auch in Hydro- oder reinen Coco-Setups spielt das Pulver seine Stärken aus. Da diese Medien oft völlig steril starten, bist du auf ein künstlich zugeführtes Mikrobiom angewiesen. Wenn dein EC-Wert nach dem Mischen mal unerwartet hochschießt, puffern die Mikroorganismen solche harten Schwankungen an der Wurzelzone ab. Gleichzeitig besetzen die enthaltenen Trichoderma-Kulturen den Platz an der Wurzel und konkurrieren mit fiesen Pathogenen um Nahrung – dein natürlicher Schutzschild gegen Wurzelfäule.
Die Handhabung ist denkbar simpel: Du rührst das Pulver einfach kräftig in dein Gießwasser ein. Wichtig ist, dass du die fertige Lösung danach nicht nur lieblos direkt an den Hauptstamm kippst. Gieße großflächig über das gesamte Substrat, damit möglichst das gesamte Wurzelwerk im Topf mit den Sporen in Kontakt kommt. Da sich das Pulver hervorragend löst, kannst du es in Gießkannen oder Tanks gleichermaßen anmischen.
Wenn du ein automatisches Tropf- oder Bewässerungssystem nutzt, musst du zwingend auf deine Filter achten. Die Lösung ist zwar "soluble", also wasserlöslich, aber die Pilzsporen haben eine physische Größe. Dein System muss einen Durchlass von mindestens 300 Mikron (µm) haben. Ist dein Feinfilter engmaschiger, filterst du die wertvollen Pilze einfach aus der Nährlösung heraus, bevor sie bei den Pflanzen ankommen.
Ein echter Grower-Tipp: Nach dem Einimpfen des Substrats solltest du für die ersten 10 bis 14 Tage auf zusätzlichen Flüssigdünger verzichten oder diesen extrem reduzieren. Wenn die Pflanze in dieser Zeit im absoluten mineralischen Nährstoff-Überfluss steht, hat sie schlichtweg keinen Grund, die Symbiose mit den Pilzen einzugehen. Lass sie ruhig ein bisschen "suchen", damit sich das Pilznetzwerk gezwungenermaßen richtig etabliert.
| Einsatzbereich | Dosis | Menge Wasser |
|---|---|---|
| Erde / Coco (kleine Gießkanne) | 1 Teelöffel (TL) | 3,5 Liter |
| Erde / Coco (große Gießkanne) | 1 Esslöffel (EL) | 7,0 Liter |
| Hydroponik (Reservoir) | 2 Esslöffel (EL) | 70 Liter |
Was die Tyroler Glückspilze von simplen Baumarkt-Zusätzen abhebt, ist die Herstellungsmethode. Viele günstige Präparate bestehen lediglich aus zerschreddertem, gemahlenem Myzel. Bei diesem Produkt werden die Sporen jedoch durch direkte Extraktion gewonnen. Das Ergebnis ist brachial: In nur einem einzigen Milliliter des trockenen Pulvers stecken knapp 2 Millionen Sporen und fast 300.000 koloniebildende Bakterien-Einheiten.
Durch diese krasse Dichte kommst du mit der 90-Gramm-Dose extrem weit. Für einen typischen Homegrow mit Töpfen auf ein bis zwei Quadratmetern reicht die Menge problemlos für mehrere Durchgänge. Gerade in Hydro-Systemen, wo die Dosierung deutlich geringer ausfällt, mischst du mit einer einzigen Dose bis zu 750 Liter aktive Nährlösung an.
Damit die Mikroorganismen über die Monate hinweg vital bleiben, musst du bei der Lagerung Sorgfalt walten lassen. Behandle das Pulver wie lebendes Inventar: Lagere die Dose stets gut verschlossen, trocken und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Starke Hitze oder ständige Feuchtigkeit im Gebinde lassen die Sporen vorzeitig auskeimen oder absterben, wodurch das Pulver wirkungslos wird.
Werte & Daten
- Inhalt: 90 g
- Form: Wasserlösliches Pulver
- Sporenkonzentration: 1,97 Mio. Sporen / ml
- Filter-Kompatibilität: > 300 Mikron (µm)
Inhaltsstoffe
- Mykorrhiza: 22 Endo- & Ektomykorrhiza-Stämme
- Schutzpilze: Trichoderma (2 Spezies)
- Bakterien: 19 nützliche Boden-Stämme
- Biostimulatoren: Huminsäuren, Seegrasextrakt
Pilze und Mikroorganismen reagieren extrem empfindlich auf harte Chemie. Wenn du mit Leitungswasser gießt, das von den Stadtwerken stark gechlort ist, solltest du es vor dem Anmischen 24 Stunden abstehen lassen, damit das Chlor ausgasen kann. Chlor tötet das Bodenleben rigoros ab und würde deine teure Mykorrhiza-Impfung sofort zunichtemachen.
Noch kritischer sind Fungizide. Der Einsatz von systemischen Mitteln gegen Mehltau oder andere Pilzkrankheiten killt unweigerlich auch die nützlichen Pilze in deinem Topf. Auch Wasserstoffperoxid (H2O2), das manche Grower in Hydro-Systemen zur Desinfektion nutzen, darf auf gar keinen Fall im gleichen Tank schwimmen wie deine Soluble-Mischung.
Die Mykorrhiza Soluble ist ein absoluter Allrounder für praktisch jedes gängige Grow-Medium. Egal ob du auf organischer Erde, gepuffertem Coco, in Steinwollblöcken oder im DWC-Eimer anbaust – die Symbiose funktioniert überall. Besonders in sterilen Substraten wie Blähton oder Steinwolle baust du damit überhaupt erst ein aktives, biologisches Gleichgewicht auf, das deine Pflanzen schützt.
Von der Pflanzenseite her profitierst du enorm bei stark zehrenden, schnell wachsenden Kulturen. Auch Mutterpflanzen, die über Monate im gleichen Topf stehen und das begrenzte Substrat optimal ausnutzen müssen, bleiben mit Mykorrhiza deutlich länger vital. Selbst für empfindliche Stecklinge oder die Gemüseanzucht ist die Mischung bestens geeignet.
Kann ich das Pulver auch später im Grow noch anwenden?
Funktioniert Mykorrhiza Soluble auch mit Bio-Dünger?
Verstopft das Pulver meine Schläuche oder Tropfer?
Warum soll ich nach der Anwendung 14 Tage lang nicht düngen?
Wie lange ist das Pulver haltbar?
Muss ich den pH-Wert vor oder nach der Pulver-Zugabe anpassen?
- 1x Tyroler Glückspilze Mykorrhiza Soluble (90 g)
Wird in der originalen, wiederverschließbaren Schraubdose geliefert.