CANNA Hydro Flores A + B (Hartes Wasser), 1 l
Wenn du auf Steinwolle oder Blähton in einem offenen Run-to-Waste-System arbeitest und hartes Leitungswasser aus dem Hahn kommt, ist CANNA Hydro Flores A+B dein Werkzeug. Dieser mineralische 2-Komponenten-Dünger versorgt deine Pflanzen in der Blütephase mit Phosphor und Kalium, hält den pH-Wert im Tank stabil und schützt zuverlässig vor Nährstoffblockaden.
CANNA Hydro Flores A+B ist der Goldstandard für Grower, die hydroponisch in inerten Substraten arbeiten – also auf Steinwolle, Blähton (Correls) oder Perlit. Die Rezeptur ist exakt auf sogenannte Run-to-Waste-Systeme (offene Systeme) zugeschnitten. Das bedeutet, du gießt deine Pflanzen per automatischer Tropfbewässerung, die Nährlösung läuft durch das Medium und der Überschuss (Drain) fließt ab, ohne wieder in den Tank zurückzukehren. So bekommen die Wurzeln bei jedem einzelnen Gießvorgang frische, perfekt abgestimmte Nährstoffe, ohne dass sich schädliche Salze im Kreislauf anreichern.
Sobald deine Pflanzen den Stretch (das Höhenwachstum) beenden und die echte Blüte beginnt, ändern sich ihre physiologischen Bedürfnisse massiv. Sie brauchen ab jetzt viel weniger Stickstoff für das reine Blattwachstum, verlangen dafür aber nach großen Mengen an Phosphor und Kalium, um dichte, schwere und harzige Blütenstände aufzubauen. Hydro Flores trägt diesem Shift mit einem angepassten NPK-Profil von 5-3-10 Rechnung und liefert zudem wertvolle chelatierte Spurenelemente, die selbst bei minimalen pH-Schwankungen extrem schnell von der Pflanze aufgenommen werden.
Die "Hartes Wasser" (hw) Edition ist speziell für Grower konzipiert, deren Leitungswasser einen hohen Anteil an gelösten Mineralien wie Calcium und Magnesium mitbringt – typischerweise ab einem Ausgangs-EC-Wert von über 0,4 mS/cm. Würdest du hier einen Standard-Dünger für weiches Wasser verwenden, drohen massive pH-Schwankungen und toxische Nährstoff-Ausfällungen. Die angepasste Säurepufferung in der hw-Formulierung sorgt dafür, dass deine Nährlösung auch bei strammem Leitungswasser stabil bleibt und alle Nährstoffe voll pflanzenverfügbar sind.
Das Arbeiten mit einem 2-Komponenten-Dünger erfordert im Alltag eine klare und saubere Routine, bietet dir aber entscheidende Vorteile bei der chemischen Stabilität deiner Nährlösung. Würde der Hersteller alle Nährstoffe hochkonzentriert in eine einzige Flasche packen, würden reaktionsfreudige Elemente wie Calcium und bestimmte Sulfate sofort chemisch miteinander reagieren und unlöslichen Gips bilden. Dieser würde als flockiger weißer Bodensatz in der Flasche ausfallen und wäre für das Wurzelsystem deiner Pflanzen absolut wertlos. Durch die strikte Trennung in Part A und Part B passiert genau das nicht.
Wenn du mit einem hohen Ausgangs-EC-Wert im Leitungswasser startest (beispielsweise 0,6 oder 0,8 mS/cm), musst du im Hydro-Bereich immer bedenken, dass ein Teil deiner maximalen Leitfähigkeit bereits durch harten Kalk und andere Grundmineralien belegt ist. Die Hardwater-Formel kompensiert dies, indem sie genau diese "Ballaststoffe" in der Nährstoffkalkulation berücksichtigt. So überdüngst du deine Pflanzen nicht versehentlich mit Calcium, das sie aus dem Hahn ohnehin schon reichlich aufnehmen, und machst Platz für den essenziellen Phosphor- und Kalium-Schub der Blüte.
Typischer Fehler: Du willst Zeit sparen und schüttest Komponente A und B pur in denselben kleinen Messbecher, bevor du die Mischung in den großen Wassertank gibst. Fix: Das führt sofort zu einer massiven chemischen Ausflockung (Gipsbildung) im Messbecher – der Dünger ist danach ruiniert und unbrauchbar. Gib immer zuerst Part A ins Gießwasser, rühre das Becken gründlich durch, und füge erst danach Part B hinzu. So sind die Komponenten im Haupttank stark genug verdünnt, bevor sie aufeinandertreffen.
Die Zubereitung der hydroponischen Nährlösung folgt bei jedem Anmischen demselben strikten Rhythmus. Schüttle beide Flaschen vor Gebrauch kräftig durch. Fülle deinen Wassertank zuerst mit zimmerwarmem Leitungswasser auf (ca. 20–22 °C sind ideal für die Sauerstoffsättigung). Dann gibst du Komponente A hinzu – die Standard-Dosierung in der Blüte liegt bei 4 ml pro Liter Wasser. Rühre das Wasser mit einer Umwälzpumpe oder per Hand gut durch. Erst dann gibst du exakt die gleiche Menge von Komponente B hinzu (wieder 4 ml pro Liter) und rührst erneut kräftig um.
Lass die frisch angesetzte Nährlösung nun ein paar Stunden (am besten über Nacht) ruhen, bevor du die endgültigen Werte misst und anpasst. Der Ziel-EC-Wert sollte, abhängig vom exakten Blütewoche und dem Hunger deiner Pflanzen, inklusive dem Grund-EC deines Leitungswassers zwischen 1,8 und 2,7 mS/cm liegen. Stelle den pH-Wert ganz zum Schluss mit Phosphorsäure (pH-Minus für die Blütephase) auf den idealen Toleranzbereich von 5,2 bis 6,2 ein.
In einem klassischen Run-to-Waste-Setup steuerst du deine Bewässerungsintervalle so, dass du den Pflanzen 1 bis 3 Mal täglich über die Tropfer Nährlösung zuführst. Das wichtigste Instrument hierbei ist dein Drain-Management: Passe die Gießmenge so an, dass am Ende des Topfes oder der Steinwollmatte immer 10 % bis 20 % der Flüssigkeit als Abwasser (Drain) herauslaufen. Dieser Überschuss spült alte Salze aus dem Substrat und verhindert effektiv, dass der EC-Wert im Wurzelbereich unbemerkt in toxische Höhen klettert. Spüle das System zusätzlich alle 1 bis 2 Wochen komplett mit einer Enzym-Lösung oder klarem, pH-reguliertem Wasser durch, um Salzablagerungen restlos aus den Kapillaren zu entfernen.
Das Set besteht aus zwei getrennten Flaschen, die mit der speziellen Pufferung für mineralreiches Leitungswasser ausgestattet sind. Mit der generativen Ausrichtung liefert es alle Bausteine für eine massive Zellteilung und Fruchtbildung in der späten Lebensphase der Pflanze.
Produktdetails
- Volumen: 2x 1 Liter (Part A + B)
- Gewicht (Set): 2,47 kg
- NPK-Wert: 5-3-10 (A+B kombiniert)
- Formulierung: Mineralisch
Anwendungsdaten
- Einsatzphase: Blütephase
- System-Typ: Offen (Run-to-Waste)
- Ausgangswasser: Hartes Wasser (EC > 0,4)
- Dosierung: Je 4 ml A + 4 ml B pro 1 L
Damit dieser Dünger sicher und ohne Überdüngung funktioniert, brauchst du zwingend ein offenes Hydroponik-System (häufig mit Tropfbewässerung betrieben), bei dem das durchgelaufene Wasser als Drain abgeleitet und nicht wieder zurück in den Tank gepumpt wird. Als Medium ist ein rein inertes Substrat wie Steinwollblöcke, Correls (Blähton) oder Perlit nötig. Da du mit hochkonzentrierten, rein mineralischen Salzen arbeitest, sind ein zuverlässiges EC-Meter sowie ein präzises pH-Messgerät absolute Pflicht, um Verbrennungen oder Lockouts an den Wurzeln zu vermeiden. Außerdem muss dein Leitungswasser hart sein und einen Ausgangs-EC von über 0,4 mS/cm aufweisen.
Dieser Dünger ist ausschließlich für die generative Blütephase gedacht. Befinden sich deine Pflanzen noch im Wachstum, nutzt du stattdessen CANNA Hydro Vega. Hydro Flores ist zudem ausdrücklich NICHT für rezirkulierende Systeme wie DWC (Deep Water Culture), NFT (Nutrient Film Technique) oder Aeroponik geeignet, bei denen das Wasser kontinuierlich im Kreislauf bleibt – für solche Systeme bietet Canna die spezialisierte "Aqua"-Linie an. Solltest du sehr weiches Regenwasser oder umkehrosmotisch gefiltertes Wasser (EC unter 0,4) nutzen, musst du zur Softwater (sw) Version von Hydro Flores greifen.
Wann wechsle ich von Vega auf Flores?
Kann ich mein hartes Leitungswasser mit Osmosewasser mischen?
Warum flockt mein Dünger im Tank weiß aus?
Brauche ich bei diesem Dünger zusätzlich CalMag?
Kann ich Hydro Flores auch auf klassischer Erde verwenden?
Kann ich zusätzlich noch Blütestimulatoren verwenden?
- 1x CANNA Hydro Flores A (Hartes Wasser), 1 Liter
- 1x CANNA Hydro Flores B (Hartes Wasser), 1 Liter
Hinweis: Als 2-Komponenten-System werden Flasche A und Flasche B für das korrekte Mischverhältnis immer in der gleichen Menge geliefert.