CANNA Hydro Flores A + B (Weiches Wasser), 1 l
Wenn du in einem offenen Run-to-Waste-System auf Steinwolle oder Blähton anbaust und weiches Leitungswasser oder Osmosewasser nutzt, ist dieser Zwei-Komponenten-Dünger dein Motor für die Blütephase. Er gleicht die fehlenden Grundmineralien im Wasser aus und liefert präzise auf den Milliliter die Nährstoffe, die für schwere, dichte Blütenstände nötig sind.
Was ist das Problem mit weichem Wasser in der Hydroponik? Wenn dein Leitungswasser einen EC-Wert von unter 0,4 mS/cm aufweist oder du komplett mit einer Umkehrosmoseanlage (RO-Wasser) fährst, fehlen wichtige Grundmineralien wie Calcium und Magnesium im Wasser. Normale Dünger setzen voraus, dass diese Stoffe schon im Leitungsnetz als Grundlast vorhanden sind. Nutzt du sie mit reinem Wasser, rennst du mitten im Stretch unweigerlich in einen CalMag-Mangel. Genau hier setzt die "Weiches Wasser" (SW) Variante von CANNA Hydro Flores an. Sie bringt die fehlenden Puffer direkt mit und stabilisiert deine Nährlösung von Grund auf.
Das A und O bei diesem Produkt ist sein Einsatzzweck: Er ist strikt für offene Systeme konzipiert, das sogenannte "Run-to-Waste". Die Nährlösung läuft durch dein inretes Substrat (wie Steinwollmatten oder Correls), und der Drain – also der Flüssigkeitsüberschuss, der unten herausläuft – wird weggespült. Weil die Nährlösung nicht in den Tank zurückfließt, muss sie im Moment der Bewässerung sofort und komplett pflanzenverfügbar sein.
Um das zu gewährleisten, arbeitet CANNA mit extrem hochwertigen, chelierten Spurenelementen. Diese Chelate ummanteln empfindliche Nährstoffe wie eine Art organische Klaue, sodass die Wurzeln sie sofort und ungehindert aufnehmen können – selbst wenn der pH-Wert im Substrat mal leicht daneben liegt. Zusammen mit dem auf die Blütephase abgestimmten NPK-Verhältnis von 5-3-10 liefert der Dünger massiv Energie für fette Fruchtstände.
Dass der Dünger in zwei separaten Flaschen (A und B) kommt, ist reine Chemie: Würdest du alle Inhaltsstoffe hochkonzentriert in einer einzigen Flasche mischen, würden Calcium und bestimmte Sulfate sofort miteinander reagieren. Du hättest Gips-Flocken in der Flasche, die für die Pflanze nutzlos sind. Durch die Trennung bleiben die Elemente gelöst, reaktiv und entfalten ihre volle Kraft erst im großen Nährstofftank.
Im Grow-Alltag mit offenen Systemen nimmt dir der CANNA Hydro Flores viel Kopfzerbrechen ab, sofern du deine Bewässerungsintervalle sauber einstellst. Das Ziel bei Run-to-Waste ist immer ein definierter Drain von etwa 10 bis 20 Prozent. Wenn du 10 Liter Nährlösung in deine Slabs pumpst, sollten unten 1 bis 2 Liter wieder herauslaufen. Dieser Drain spült unverbrauchte Alt-Salze aus dem Medium. Machst du das nicht, reichern sich die Salze an, der EC-Wert in der Wurzelzone explodiert und die Wurzeln verbrennen dir unweigerlich.
Arbeitest du zum Beispiel mit Steinwolle, reagiert das Medium sehr direkt auf das, was du oben einspeist. Zeigen deine Pflanzen leicht verbrannte, sich nach oben rollende Blattspitzen ("Krallen"), ist der EC-Wert im Slab wahrscheinlich zu hoch geklettert. In diesem Fall fährst du die Dosis von A+B für ein paar Tage leicht runter und gießt mit etwas mehr Drain, bis sich die EC-Werte im Medium wieder normalisieren. Der Dünger löst sich dabei restlos auf. Keine verstopften Kapillarschläuche, keine blockierten Tropfer – ein massiver Sicherheitsfaktor bei automatisierten Grows.
Sobald der Stretch vorbei ist und die Pflanzen in der Hochblüte richtig Wasser ziehen, zeigt der Hydro Flores seine wahre Stärke. Der Stickstoff ist jetzt bewusst reduziert, damit die Pflanze keine Energie mehr in neue Blätter verschwendet. Stattdessen sorgt das satte Kalium für den nötigen Zelldruck und Wassertransport, während der Phosphor die eigentliche Blütenarchitektur aufbaut.
Ein typischer Fehler im Hydro-Bereich ist eine zu warme Nährlösung. Steigt die Temperatur im Tank über 22 Grad, gast der gelöste Sauerstoff aus, Keime bilden sich und der pH-Wert beginnt wild zu driften. Halte deinen Tank mit einem Chiller oder dem richtigen Standort bei stabilen 18 bis 20 Grad. Bei diesen Temperaturen greifen die pH-Puffer des CANNA Hydro Flores perfekt – du mischt an, stellst den pH-Wert ein und er bleibt tagelang dort stehen, wo er hingehört.
Die Mischreihenfolge ist bei einem Zwei-Komponenten-Dünger dein wichtigstes Gesetz. Fülle deinen Nährstofftank zuerst zu etwa zwei Dritteln mit Wasser. Gib dann die berechnete Menge von Teil A hinein und rühre kräftig um. Lass es einen Moment verteilen. Erst danach gibst du die exakt gleiche Menge von Teil B dazu, rührst noch einmal durch und füllst den Tank mit dem restlichen Wasser auf. Schüttest du A und B jemals pur zusammen, ruinierst du den Dünger und kannst die flockige Masse entsorgen.
Lass die angemischte Lösung danach ruhig ein bis zwei Stunden ruhen, bevor du damit gießt. So können sich die Puffer an dein Wasser anpassen. Erst nach dieser Ruhezeit misst du deinen endgültigen EC-Wert. Da du mit weichem Wasser startest (Ausgangs-EC nahe 0), kannst du den Nährstoffgehalt sehr hoch und exakt einstellen, ohne in Toxizitäten zu laufen.
Im letzten Schritt korrigierst du den pH-Wert. Für inerte Run-to-Waste Systeme liegt der optimale Bereich zwischen 5,2 und 6,2. In der Blüte nutzt du dafür am besten ein phosphorhaltiges pH-Minus (Bloom). Dosiere den Hydro Flores immer in gleichen Teilen – niemals 30 ml A und 20 ml B mischen. Das würde das komplexe Nährstoffgleichgewicht sofort zerstören.
| Wachstumsstadium | Menge Teil A (pro 10 L) | Menge Teil B (pro 10 L) | Ziel-EC (inkl. Wasser) |
|---|---|---|---|
| Erste Blütenansätze (Übergang) | 20 - 30 ml | 20 - 30 ml | 1.8 - 2.0 mS/cm |
| Hochblüte (Masseaufbau) | 30 - 40 ml | 30 - 40 ml | 2.0 - 2.5 mS/cm |
| Spätblüte (Reifephase) | 20 - 30 ml | 20 - 30 ml | 1.8 - 2.2 mS/cm |
| Flush (letzte 1-2 Wochen) | 0 ml | 0 ml | Nur klares Wasser (EC ~0.0) |
Das chemische Rückgrat des CANNA Hydro Flores ist sein NPK-Verhältnis von 5-3-10 (kombiniert aus A und B). Er liefert 5 % Gesamtstickstoff für den Strukturerhalt, 3 % schnell verfügbares Phosphat für den Energiestoffwechsel und satte 10 % wasserlösliches Kaliumoxid, welches für das massive Anschwellen der Blütenstände und den Transport von Kohlenhydraten verantwortlich ist.
Die "Weiches Wasser"-Rezeptur schließt die Lücke, die gefiltertes Wasser hinterlässt. Während Hartwasser-Dünger (HW) davon ausgehen, dass Kalziumkarbonat bereits sättigend im Leitungsnetz vorliegt, bringt diese Version den essentiellen CalMag-Anteil gleich mit. Das schützt deine Pflanzen vor den berüchtigten braunen Rostflecken, die bei falscher Wasserwahl im Hydro-Anbau gefürchtet sind.
Alle Spurenelemente wie Eisen, Mangan und Zink liegen als stabile Komplexe (Chelate) vor. Sie verhindern, dass diese feinen Metalle oxidieren oder ausfällen, wenn der pH-Wert in der Nährlösung einmal leicht aus dem Ruder läuft. Das Resultat ist eine ununterbrochene Versorgung und durchgehend saftig grüne Blätter bis zum Flush.
Da der Dünger speziell für Kapillarsysteme entwickelt wurde, hält CANNA die Inhaltsstoffe so rein, dass die Viskosität kaum vom Wasser selbst abweicht. Er klebt nicht, flockt nicht aus und hinterlässt keine schmierigen Biofilme in den Leitungen.
Nährstoffprofil
- Typ: Mineralischer 2-Komponenten-Dünger
- NPK-Wert (A+B): 5-3-10
- Wasserspezifikation: Weiches Wasser (EC unter 0,4) oder Osmosewasser
Anwendungsdaten
- System: Offene Systeme (Run-to-Waste)
- Max. Dosierung: 40 ml pro 10 L Wasser (1:250)
- Ziel-pH-Wert: 5,2 - 6,2
Die wichtigste Grundbedingung für diesen Dünger ist dein Wasser. Die "Weiches Wasser" Variante erfordert zwingend Ausgangswasser mit einem EC-Wert von unter 0,4 mS/cm. Perfekt ist Wasser aus einer Umkehrosmoseanlage (RO-Wasser). Hast du kalkhaltiges, hartes Leitungswasser (EC über 0,4), führt dieser Dünger zu einem Kalziumüberschuss, der andere wichtige Stoffe blockiert (Lockout).
Dein Setup muss "Run-to-Waste" fähig sein. Ob Steinwollmatten, Blähton-Correls oder Mapito – die Nährlösung darf nach dem Kontakt mit den Wurzeln nicht zurück in den Vorratstank fließen. Der austretende Drain muss entsorgt werden. Wer ein zirkulierendes System nutzt, benötigt zwingend einen anderen Dünger.
Da inerte Medien keinerlei Pufferwirkung besitzen, bestimmst du das Bodenmilieu zu 100 %. Ohne ein zuverlässiges, kalibriertes EC-Meter und ein hochwertiges pH-Meter kannst du dieses Produkt nicht erfolgreich einsetzen. Ein Blindflug beim Dosieren führt in der Hydroponik in der Regel innerhalb von 48 Stunden zu massiven Verbrennungen oder Mangelerscheinungen.
Dieser Dünger ist das perfekte Werkzeug für Grower, die ihr Setup voll unter Kontrolle haben und die maximalen Erträge eines Run-to-Waste Systems ernten wollen. Wer bereit ist, EC und pH konsequent zu tracken und den Drain seiner Steinwoll-Slabs oder Töpfe auszuwerten, bekommt hier eine extrem verlässliche Performance geliefert.
Ausdrücklich nicht geeignet ist das Produkt für zirkulierende Setups wie DWC (Deep Water Culture), Aeroponik oder NFT (Nutrient Film Technique). Dort verändert sich die Zusammensetzung des Wassers permanent, was andere Puffer erfordert (dafür gibt es CANNA Aqua). Auch auf Erde oder Cocos-Substrat ist der Hydro Flores fehl am Platz – greife hier zur Terra- oder Coco-Linie.
Was passiert, wenn ich Teil A und Teil B direkt zusammenmische?
Brauche ich bei dieser Düngervariante noch extra CalMag?
Wann genau stelle ich von Wachstums- auf Blütedünger um?
Wie lange bleibt der Dünger im Tank stabil?
Warum ist der Drain (Runoff) so extrem wichtig?
Ist der Dünger mit Boostern kombinierbar?
Wie spüle (flushe) ich mein Medium vor der Ernte?
- 1x CANNA Hydro Flores A (Weiches Wasser), 1 Liter
- 1x CANNA Hydro Flores B (Weiches Wasser), 1 Liter
Hinweis: Die beiden Komponenten dürfen im unverdünnten Zustand niemals direkt miteinander vermischt werden. Das angegebene Gewicht von 2,47 kg ergibt sich aus dem Gesamtgewicht beider Flaschen.