Mills Vegan All-Mix 50 l
Diese Erde liefert dir die volle Kraft eines vorgedüngten All-Mix, aber komplett ohne tierische Inhaltsstoffe. Perfekt für Grower, die konsequent organisch-vegan arbeiten wollen, ohne Kompromisse bei der Nährstoffversorgung deiner Pflanzen in den ersten Wochen zu machen.
Mit dem Vegan All-Mix schließt Mills eine wichtige Lücke für bewusste Grower. Viele organische Erden setzen auf tierische Komponenten. Dieser All-Mix beweist, dass es auch anders geht. Er ist das Ergebnis langer Entwicklung, um eine rein pflanzliche Nährstoffbasis zu schaffen, die es mit klassischen Mischungen locker aufnehmen kann. Du bekommst ein Substrat, das nicht nur ethisch einwandfrei ist, sondern auch performt.
Die Basis bildet eine sorgfältig abgestimmte Mischung aus Schwarz- und Weißtorf sowie speziellen Torffasern. Diese Kombination sorgt für eine luftige, stabile Struktur, die den Wurzeln Halt gibt und gleichzeitig genug Sauerstoff an die Wurzelspitzen lässt. Anders als viele andere Erden verzichtet Mills hier bewusst auf Perlit und setzt stattdessen auf die natürlichen Eigenschaften der Torffasern zur Auflockerung. Das macht die Erde nachhaltiger und das Handling angenehmer.
Das Herzstück ist die rein vegane Vordüngung. Eine Mischung aus pflanzlichen Granulaten (DCM) gibt über einen Zeitraum von etwa vier Wochen kontinuierlich Makro- und Mikronährstoffe ab. Unterstützt wird dieser Prozess durch zugefügte Bacillus-Stämme. Diese nützlichen Mikroorganismen besiedeln die Wurzelzone, helfen bei der Nährstoffaufnahme und stärken die Abwehrkräfte deiner Pflanzen – ein entscheidender Vorteil für einen gesunden, stressfreien Grow.
Der Vegan All-Mix macht dir den Start extrem einfach. Besonders in der vegetativen Phase musst du dir kaum Gedanken um Dünger machen. Wenn du deine gekeimten Samen oder bewurzelten Stecklinge in diese Erde setzt, haben sie alles, was sie für ein kräftiges Wachstum brauchen. Du gießt einfach nur mit Wasser, idealerweise mit angepasstem pH-Wert, und schaust ihnen beim Wachsen zu. Das spart Zeit und verhindert typische Anfängerfehler wie eine frühe Überdüngung.
Die Struktur der Erde spielt ihre Stärken beim Gießen aus. Sie nimmt Wasser gut auf, ohne dass es sofort durchläuft, speichert es aber so, dass keine Staunässe entsteht. Wenn du den Topf anhebst, bekommst du schnell ein gutes Gefühl dafür, wann wieder gegossen werden muss. Ein häufiger Fehler ist, organische Erde zu nass zu halten. Das bremst das Bodenleben aus. Lass die Oberfläche ruhig mal etwas antrocknen, bevor du das nächste Mal wässerst. So bleiben die Mikroorganismen aktiv und die Wurzeln bekommen genug Luft.
Wenn der Stretch einsetzt und die Blüte beginnt, steigt der Nährstoffbedarf deiner Pflanzen. Nach etwa 3-4 Wochen ist das Depot in der Erde langsam aufgebraucht. Das ist der perfekte Zeitpunkt, um mit einem flüssigen, ebenfalls veganen Blütedünger zu starten. Du fängst mit einer niedrigen Dosis an und steigerst sie langsam. Da die Erde bereits ein aktives Bodenleben hat, werden die Nährstoffe aus dem Flüssigdünger schnell aufgenommen und verarbeitet. So vermeidest du einen Nährstoffmangel genau dann, wenn die Pflanze am meisten Energie braucht.
Für beste Ergebnisse locker den All-Mix vor dem Eintopfen gut auf. Fülle den Topf, setze deine Pflanze ein und drücke die Erde um den Wurzelballen nur leicht an, um die luftige Struktur zu erhalten. Nach dem Umtopfen gießt du einmal kräftig, bis unten etwas Drain herauskommt. Damit aktivierst du das Bodenleben und sorgst dafür, dass die Wurzeln direkt Kontakt zum Substrat haben. In den ersten Tagen danach brauchst du in der Regel nicht erneut zu gießen.
Deep-Dive: Das richtige Gießen von organischer Erde
Organische Erde wie der Mills Vegan All-Mix lebt. Die enthaltenen Mikroorganismen brauchen ein Gleichgewicht aus Feuchtigkeit und Sauerstoff. Ständiges "Nasshalten" führt zu Sauerstoffmangel und kann das Bodenleben lähmen. Die Faustregel: Gieße lieber seltener, dafür aber durchdringend. Warte, bis die obersten 2-3 cm der Erde trocken sind und der Topf spürbar leichter ist. Gieße dann langsam und in mehreren Etappen, bis die Erde gesättigt ist. Dieser "Nass-Trocken-Zyklus" fördert ein starkes Wurzelwachstum und hält die Mikroben bei Laune.
Die Düngegabe startest du, sobald du siehst, dass die unteren Blätter leicht aufhellen oder nach etwa vier Wochen Standzeit – je nachdem, was zuerst eintritt. Beginne mit der halben empfohlenen Dosis deines veganen Flüssigdüngers und beobachte die Reaktion deiner Pflanzen. Da die Erde einen stabilen pH-Wert von ca. 6.0 hat, ist die Nährstoffaufnahme von Anfang an optimal. Kontrolliere den pH-Wert deiner Nährlösung trotzdem, um sicherzugehen, dass er im idealen Bereich von 6.0 bis 6.5 liegt.
Der Mills Vegan All-Mix ist ein fein abgestimmtes Substrat, das auf rein pflanzlicher Basis eine optimale Umgebung für deine Pflanzen schafft. Die Werte sind so eingestellt, dass du direkt loslegen kannst.
Zusammensetzung
- Basis:Weißtorf, Schwarztorf, Weißtorffaser
- Lockerung:Torffasern (perlitfrei)
- pH-Stabilisator:Kalkstein
- Düngung:Rein pflanzliche, organische Dünger (DCM)
- Bodenleben:Nützliche Mikroorganismen (u.a. Bacillus sp.)
Physikalische & Chemische Werte
- Inhalt:50 Liter
- pH-Wert:ca. 6.0
- EC-Wert:ca. 0.50 mS/cm
- Vordüngung für:ca. 3-4 Wochen
- Tierische Zusätze:Garantiert keine
Warum ist eine vegane Erde besser?
Ob "besser" hängt von deinen Zielen ab. Für Grower, die aus ethischen Gründen auf tierische Produkte verzichten, ist sie die einzig richtige Wahl. Pflanzlich basierte Nährstoffe können zudem ein komplexeres und oft als "reiner" empfundenes Terpenprofil fördern. Funktionell steht sie einer hochwertigen, nicht-veganen Bio-Erde in nichts nach.
Ist die Erde auch für Sämlinge und Stecklinge geeignet?
Ja, aber mit Bedacht. Da es sich um einen All-Mix handelt, ist er für ganz junge Pflanzen relativ "scharf". Für die Anzucht von Samen empfehlen wir spezielle Anzuchterde. Sobald die Sämlinge die ersten richtigen Blattpaare haben oder die Stecklinge gut bewurzelt sind, können sie problemlos in den Vegan All-Mix umgetopft werden.
Wie lange reicht die Vordüngung wirklich?
Die Angabe von ca. 4 Wochen ist ein guter Richtwert. Die genaue Dauer hängt aber von deinem Setup ab: Topfgröße, Lichtintensität und Genetik der Pflanze spielen eine große Rolle. Stark zehrende Strains in kleinen Töpfen unter viel Licht werden das Nährstoffdepot schneller leeren als genügsame Pflanzen in großen Kübeln.
Warum ist kein Perlit enthalten?
Mills verzichtet bewusst auf Perlit, um eine nachhaltigere Alternative anzubieten. Perlit ist ein Gestein, dessen Abbau und Verarbeitung energieintensiv ist. Die Auflockerung wird hier durch spezielle Torffasern erreicht, die eine ähnliche Funktion erfüllen, aber ein nachwachsender Rohstoff sind.
Kann ich die Erde wiederverwenden?
Ja, organische Erde kann man aufbereiten. Nach dem Grow entfernst du den alten Wurzelballen und lockerst die Erde auf. Um sie wieder mit Nährstoffen und Leben zu versorgen, mischst du sie mit Kompost, Wurmhumus (falls nicht streng vegan) oder speziellen veganen Bodenaufbesserern und lässt sie einige Wochen "reifen".
Welchen Dünger soll ich nach den ersten Wochen verwenden?
Um im System zu bleiben, empfehlen wir einen ebenfalls 100% organisch-veganen Flüssigdünger. Die Mills Organics-Linie ist perfekt darauf abgestimmt, aber auch Produkte anderer Hersteller, die explizit als vegan gekennzeichnet sind, funktionieren sehr gut.
- 1x Sack Mills Vegan All-Mix à 50 Liter