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Frux Tongranulat-Hydroton 8-16 mm (mit Tragegriff) 10 l

Frux Tongranulat-Hydroton (8–16 mm) im 10-L-Sack. Strukturstabiler Blähton für Hydrosysteme, als Drainageschicht oder zur Bodenauflockerung. Mit praktischem Tragegriff.

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SUBSTRATE

Frux Tongranulat-Hydroton 8-16 mm (mit Tragegriff) 10 l

Das Frux Tongranulat ist dein verlässlicher, strukturstabiler Blähton für maximale Wurzelbelüftung und perfekte Drainage im Grow. Ob als pures Medium im Hydrosystem, als Staunässe-Schutz im Topfboden oder zur Auflockerung schwerer Erden – die porösen Tonkugeln geben den Wurzeln massiv Halt und frischen Sauerstoff, ohne im Lauf der Zeit zu verdichten.

8–16 mm Körnung Strukturstabil & Formfest Schimmelfrei Mit Tragegriff
Überblick

Blähton – in der Grower-Szene oft auch "Correls" oder "Clay Pebbles" genannt – ist ein unverzichtbares Werkzeug für alle, die das Klima in der Wurzelzone präzise steuern wollen. Das Frux Tongranulat entsteht, indem hochwertiger Naturton bei extremen Temperaturen gebrannt wird. Dabei entweichen Gase, die das Material aufblähen und einen porösen, wabenartigen Innenkern erzeugen, der von einer harten, stabilen Schale umschlossen wird. Das Resultat ist ein Granulat, das extrem leicht, aber mechanisch absolut unverwüstlich ist.

Der wohl größte Vorteil gegenüber organischen Substraten wie Erde oder purem Coco ist die dauerhafte Formstabilität. Blähton verrottet nicht, zersetzt sich nicht und fällt nicht in sich zusammen. Die Struktur bleibt vom ersten Tag der Vegi bis zum Spülen vor der Ernte exakt gleich. Deine Wurzeln müssen sich nicht durch im Laufe der Zeit verdichteten Matsch kämpfen, sondern finden in den großen Hohlräumen der 8–16 mm Körnung jederzeit maximalen Sauerstoff. Diese massive Belüftung kurbelt das Wurzelwachstum extrem an.

Darüber hinaus ist das Tongranulat ein hervorragender Schutzmechanismus. Weil es komplett mineralisch ist, entziehst du Trauermücken und Pilzerkrankungen schlichtweg die Nahrungsgrundlage. Legst du beispielsweise eine 3 cm dicke Schicht Blähton oben auf deine Blumenerde, trocknet diese Deckschicht durch die Lampenabwärme rasend schnell ab. Trauermücken haben so keine Chance mehr, ihre Eier im feuchten Substrat abzulegen, und der Grow bleibt sauber.

Im Einsatz

In waschechten Hydrosystemen wie DWC (Deep Water Culture), Ebb & Flow Tischen oder Drip-Systemen dient der Frux Blähton in erster Linie als sicherer Anker für die Pflanze. Die zirkulierende Nährlösung umspült die Wurzeln und das Granulat in regelmäßigen Intervallen. Weil das Wasser durch die grobe Körnung extrem schnell wieder abfließt (Drain), erzeugt es einen Sog, der frischen Sauerstoff tief in die Wurzelzone zieht. Genau diese hohe Taktung aus Wasser, Nährstoffen und Sauerstoff sorgt in Hydro-Setups für das explosive Wachstum.

Doch auch klassische Erd- und Coco-Grower profitieren massiv von diesem Granulat. Wenn du in normalen Kunststoff- oder Stofftöpfen anbaust, ist Staunässe der Feind Nummer eins. Eine 2 bis 4 cm dicke Schicht Blähton ganz unten im Topf wirkt Wunder: Sie entkoppelt das eigentliche Substrat vom Topfboden. Überschüssiges Gießwasser läuft widerstandslos in den Untersetzer ab, und die untersten Wurzeln stehen niemals dauerhaft im Drain-Wasser. Wurzelfäule wird so effektiv im Keim erstickt.

Wer seine Erde gerne selbst anmischt (Living Soil) oder handelsübliche Heavy-Mix-Substrate auflockern will, kann das Tongranulat direkt unterheben. Es erfüllt dabei einen ähnlichen Zweck wie Perlit, ist durch die 8–16 mm Größe aber noch deutlich gröber. Das bricht schwere, lehmige Erden stark auf und sichert eine exzellente Durchlüftung im gesamten Topfvolumen – besonders wertvoll bei großen Kübeln, die sonst ewig zum Trocknen bräuchten.

Ein typischer Anfängerfehler: Wenn du den Blähton direkt aus dem frisch geöffneten Sack in dein Hydrosystem kippst, verstopft der feine rote Tonstaub, der durch die Reibung beim Transport entsteht, in kürzester Zeit deine Wasserpumpen und feinen Filter. Spüle das Granulat vor dem ersten Einsatz immer gründlich durch, bis das ablaufende Wasser komplett klar bleibt.

Anwendung

Die richtige Vorbereitung des Blähtons entscheidet über den Erfolg deines Grows – besonders, wenn du komplett hydroponisch anbaust. Der erste Schritt ist immer die mechanische Reinigung. Nimm einen Eimer mit Löchern im Boden oder ein großes Nudelsieb, fülle die Correls hinein und wasche sie mit dem Gartenschlauch oder unter der Dusche kräftig durch, bis der gesamte rote Tonstaub weggespült ist.

Jetzt kommt der kritische Teil für Hydro-Grower: Das Puffern. Natur-Blähton wie das Frux Tongranulat hat produktionsbedingt einen leicht alkalischen pH-Wert von etwa 9,1. Wenn dein pH-Wert im Wassertank nach dem Anmischen der Nährlösung ständig hochschießt, liegt das fast immer an ungepuffertem Blähton. Um das zu verhindern, weichst du die frisch gewaschenen Tonkugeln für 24 bis 48 Stunden in einer Nährlösung oder reinem Wasser ein, das du mit pH-Minus auf einen extrem niedrigen Wert (ca. 4,5 bis 5,0) eingestellt hast. Kontrolliere den pH-Wert der Lösung nach ein paar Stunden. Er wird gestiegen sein. Wechsle das Wasser oder korrigiere nach, bis sich der pH-Wert des Blähtons stabil zwischen 5,5 und 6,0 einpendelt. Jetzt ist er bereit für deine Pflanzen.

Nutzt du den Blähton hingegen nur als Drainageschicht ganz unten im Topf unter deiner Erde, kannst du dir das aufwendige Puffern sparen. Das Gießwasser fließt hier nur kurz durch und verschwindet im Untersetzer. Der Einfluss auf den pH-Wert im Wurzelbereich der Erde ist dabei so minimal, dass ein einfaches, einmaliges Auswaschen des Staubs völlig ausreicht. Wenn du verhindern willst, dass sich die Erde mit der Zeit in die Zwischenräume des Blähtons wäscht, kannst du ein Stück Gartenvlies als Trennschicht zwischen Blähton und Erde legen.

Nach der Ernte musst du das Medium nicht wegwerfen. Entferne die dicken Wurzelballen grob mit den Händen. Den restlichen Blähton wäschst du im Sieb gut durch und übergießt ihn anschließend mit kochendem Wasser oder legst ihn in eine hochdosierte Wasserstoffperoxid-Lösung (H2O2) ein. Das löst feine Wurzelhaare auf und tötet Bakterien sowie Krankheitserreger ab. Danach ist das Granulat so gut wie neu und bereit für die nächsten Steckis.

Anwendungsbereich Vorbereitung Hauptfunktion
Hydrosysteme (DWC, Ebb & Flow) Staub abwaschen & auf pH 5,5 puffern Pflanzenhalt & maximale Sauerstoffzufuhr
Drainageschicht im Erdtöpf Nur vom Tonstaub abwaschen Verhindert Staunässe am Topfboden
Top-Layer (Abdeckung) Nur vom Tonstaub abwaschen Schützt vor Trauermücken & Verdunstung
Technik & Daten

Physikalisch betrachtet ist Blähton ein Meisterwerk der Materialstruktur. Der Naturton wird in einem gewaltigen Drehrohrofen auf über 1100 °C erhitzt. Bei dieser Hitze verbrennen kleinste organische Bestandteile im Ton und das austretende Gas bläht das Material auf. Die so entstehende geschlossenzellige, wabenartige Porenstruktur im Inneren macht das Granulat federleicht, während die durch die Hitze gesinterte Außenhaut für die enorme mechanische Belastbarkeit sorgt.

Die Fraktion von 8–16 mm gehört zu den gröberen Sortierungen. Große Korngrößen bedeuten automatisch große Zwischenräume (sogenannte Makroporen). Die Kapillarkraft – also die Fähigkeit, Wasser gegen die Schwerkraft nach oben zu ziehen – ist hier deutlich geringer als bei feinem Material (wie 4–8 mm). Das Wasser stürzt quasi ungebremst durch das Substrat nach unten weg. Genau dieses schnelle Abfließen ist in der Hydroponik gewünscht, da der Sog die verbrauchte Luft aus der Wurzelzone drückt und frischen Sauerstoff nachzieht.

Was das Wassermanagement angeht: Blähton speichert nur etwa 15 bis 20 % seines eigenen Volumens an Feuchtigkeit in der rauen, porösen Schale. Der große Rest des Volumens ist pure Luft. Das bedeutet für deinen Grow-Alltag, dass du in einem porenreinen Blähton-Setup praktisch nicht überwässern kannst. Im Umkehrschluss musst du aber sicherstellen, dass deine Bewässerungsintervalle eng genug getaktet sind – fällt die Pumpe aus, haben die Pflanzen nur einen sehr kleinen Feuchtigkeitspuffer, bevor die Wurzeln leiden.

Der 10-Liter-Sack punktet nicht zuletzt durch sein Handling. Mit einem Gesamtgewicht von lediglich knapp 3,7 kg und dem integrierten Tragegriff lässt er sich auch in engen Grow-Zelten, über Treppen oder beim Mischen am Wohnzimmertisch extrem komfortabel handhaben, ohne dass du dir den Rücken an schweren 40-Liter-Säcken ruinierst.

Physikalische Eigenschaften

  • Material: Gebrannter Naturton (Blähton)
  • Körnung: 8 – 16 mm
  • pH-Wert (roh): ca. 9,1 (muss für Hydro gepuffert werden)
  • Formstabilität: Dauerhaft, kein Verdichten

Abmessungen & Gewicht

  • Volumen: 10 Liter
  • Gewicht: ca. 3,71 kg
  • Verpackung: Foliensack mit praktischem Tragegriff
Voraussetzungen

Wenn du das Tongranulat als dein primäres Wachstumsmedium in einem Hydrosystem einsetzen willst, ist verlässliches Mess-Equipment zwingend erforderlich. Du benötigst ein kalibriertes pH-Messgerät sowie eine starke Säure (pH-Minus, z. B. auf Phosphor- oder Salpetersäure-Basis), um den natürlich alkalischen Ausgangswert des Blähtons (pH 9,1) im Vorfeld auf das für den Grow optimale Niveau (ca. pH 5,5 bis 6,0) zu drücken. Ohne diese Vorbereitung fährst du unweigerlich in massive Nährstoffblockaden (Lockouts).

Darüber hinaus bedarf ein reines Blähton-Setup einer aktiven Bewässerung. Da das Material extrem durchlässig ist und nur wenig Feuchtigkeit speichert, musst du die Pflanzen über Pumpen und Zeitschaltuhren mehrmals täglich fluten oder betropfen. Für rein passive Systeme wie einfache Autopots, die Wasser nur über Kapillarkraft aus dem Untersetzer ziehen, ist die 8–16 mm Körnung ohne Beimischung von feinerem Material oder Coco zu grob.

Eignung

Die grobe 8–16 mm Sortierung des Frux Hydrotons ist das absolute Nonplusultra für Top-Feed-Systeme (Drip), Ebb & Flow Tische, Waterfarms und DWC-Netztöpfe. Die Steine sind groß genug, um nicht durch die groben Maschen typischer Hydro-Netztöpfe zu fallen, und schwer genug, um selbst massiven Pflanzen in der späten Blütephase ausreichend mechanischen Halt zu bieten. Auch für Mutterpflanzen, die über Monate im selben Topf stehen, ist dieses nicht-verrottende Medium ideal.

Wo das grobe Granulat an seine Grenzen stößt, ist die direkte Anzucht. Für frisch gekeimte Samen oder zarte, unbewurzelte Stecklinge sind die Zwischenräume der Steine schlichtweg zu groß. Die wenige Feuchtigkeit verdunstet an der Luft zu schnell, und die feinen Keimwurzeln trocknen aus. Hier startest du besser mit Anzuchtschwämmen (z. B. Eazy Plugs) oder Steinwollwürfeln und setzt den komplett durchwurzelten Block später einfach in den Blähton ein.

FAQ
Muss ich den Blähton vor der Nutzung waschen?
Ja, immer! Durch Reibung beim Transport im Sack entsteht feiner roter Tonstaub. Spülst du diesen nicht gründlich unter fließendem Wasser ab, lagert er sich in deinem Tank ab und zerstört durch seine schmirgelnde Wirkung auf Dauer die Keramikachsen deiner Wasserpumpen.
Warum steigt der pH-Wert in meinem Wassertank ständig an?
Natur-Blähton hat von Haus aus einen recht hohen, alkalischen pH-Wert von ca. 9,1. Wenn du ihn vor dem Start deines Hydro-Grows nicht ausreichend in einer sauren Lösung (pH 4,5 – 5,0) einweichst (das sogenannte "Puffern"), zieht der Blähton den pH-Wert deiner Nährlösung unweigerlich und permanent nach oben.
Kann ich den Blähton nach der Ernte wiederverwenden?
Absolut, das ist einer der größten wirtschaftlichen Vorteile. Entferne einfach die groben Wurzelreste, wasche das Granulat gut durch und übergieße es zur Sterilisation mit kochendem Wasser oder einer leichten Wasserstoffperoxid-Lösung (H2O2). Danach ist der Blähton bereit für den nächsten Run.
Eignet sich die Körnung 8–16 mm direkt für Samen?
Nein, für die direkte Aussaat sind die Zwischenräume zwischen den Tonkugeln zu groß. Der Samen würde tief durchfallen, oder die zarte Keimwurzel an der Luft schlicht austrocknen. Nutze für die Keimung Steinwolle oder Torfquelltöpfe und bette diese nach der Bewurzelung komplett in den Blähton ein.
Wie dick sollte die Drainageschicht in meinem Stofftopf sein?
Wenn du auf Erde oder Coco anbaust, reicht eine Schicht von etwa 2 bis 4 cm am Boden deines Topfes völlig aus. Das sorgt verlässlich dafür, dass überschüssiges Gießwasser sauber ablaufen kann und die Wurzeln nicht über Tage hinweg im stehenden Drain-Wasser ersticken.
Hilft Blähton wirklich gegen Trauermücken?
Ja, wenn du ihn als Abdeckschicht (Top-Layer) nutzt. Eine 3 cm dicke Schicht Blähton ganz oben auf deiner Erde verhindert, dass erwachsene Trauermücken an das feuchte, organische Substrat gelangen, um dort ihre Eier abzulegen. Zudem trocknet die obere Tonschicht extrem schnell ab und bietet kein passendes Mikroklima.
Kann das Tongranulat im feuchten Zelt schimmeln?
Nein. Schimmelpilze benötigen dringend organisches Material, um sich zu ernähren und auszubreiten. Da der Blähton bei über 1100 °C gebrannt wurde und zu 100 % aus rein mineralischem Naturton besteht, bietet er Schimmel oder Fäulnis keinerlei biologische Angriffsfläche.
Lieferumfang
  • 1x Frux Tongranulat-Hydroton 8-16 mm, 10 Liter

Der Artikel wird im originalen Kunststoffbeutel inklusive praktischem Tragegriff ausgeliefert.