Crescience senseCarbon CO2-Sensor für CresControl
Wenn du CO2 in deinem Grow zusetzt, ist Raten keine Option. Der kompakte senseCarbon Sensor liefert dem CresControl-System hochpräzise Echtzeitdaten, damit du den Kohlendioxidgehalt exakt steuern und teures Gas effizient nutzen kannst.
Wer mit hohen Lichtintensitäten und optimierten Nährstoffen arbeitet, stößt irgendwann an das natürliche Limit der Photosynthese. Die Lösung ist eine gezielte CO2-Begasung. Doch wenn du CO2 nur blind über eine Zeitschaltuhr zudosierst, riskierst du massive Schwankungen. Wenn dein CO2-Wert nach dem Schließen des Magnetventils durch die Decke schießt, verschwendest du nicht nur Gas, sondern belastest auch die Pflanzen. Genau hier setzt der Crescience senseCarbon CO2-Sensor an.
Als zentrales Sinnesorgan für dein CresControl-System liefert der Sensor sekundenaktuelle Messwerte direkt an die Steuerungseinheit. Anstatt zu raten, weiß das System exakt, wie viel Kohlendioxid sich gerade in der Luft befindet. Die CresControl-Software verarbeitet diese Daten und öffnet dein CO2-Ventil oder schaltet den Brenner nur exakt dann ein, wenn der eingestellte Zielwert unterschritten wird.
Im Gegensatz zu vielen günstigen Sensoren, die nach wenigen Monaten massiv im Messwert abdriften oder von anderen Gasen irritiert werden, setzt der senseCarbon auf die photoakustische NDIR-Technologie. Das Ergebnis ist eine laborähnliche Präzision, die dir das Vertrauen gibt, deinen Growraum auch in der Hochblüte sicher am Limit zu fahren, ohne unbemerkt Ressourcen zu verschleudern.
Stell dir vor, deine LED-Panels fahren am Morgen hoch. Die Pflanzen erwachen, die Spaltöffnungen weiten sich, und der Motor der Photosynthese springt an. Innerhalb kürzester Zeit saugen die Pflanzen das verfügbare Kohlendioxid aus der Raumluft ab. Der senseCarbon registriert diesen Abfall mit einer Reaktionszeit von knapp 60 Sekunden. Die CresControl erkennt den Trend, öffnet das Magnetventil an deiner CO2-Flasche und lässt genau so viel Gas einströmen, bis dein Sweetspot von beispielsweise 1.200 ppm wieder erreicht ist.
Besonders kritisch wird es am Ende der Lichtphase. Wenn deine Beleuchtung ausgeht, stoppt die Photosynthese abrupt. Ab diesem Moment produzieren die Pflanzen sogar selbst leichtes CO2 durch ihre Zellatmung. Wenn deine Steuerung jetzt stur weiterbegast, flutest du den Raum völlig umsonst. Durch die Echtzeitmessung des senseCarbon in Kombination mit der CresControl-Logik wird die Begasung in der Dunkelphase rigoros blockiert. Das spart dir im Laufe eines Grows schnell eine komplette Gasfüllung.
Ein massiver Vorteil im Alltag ist die extrem kompakte Bauform des Sensors. Mit gerade einmal 32 x 16 x 39 mm ist er kaum größer als ein dicker Daumen. Wenn du in einem dichten Canopy arbeitest, stört kein klobiges Plastikgehäuse. Er lässt sich unauffällig direkt zwischen den obersten Trieben positionieren, wo die eigentliche Messung auch stattfinden muss, um aussagekräftige Werte für die Blattwerk-Ebene zu erhalten.
Die Installation des senseCarbon ist auf echtes Plug-and-Play ausgelegt. Du steckst den Sensor einfach über das 2 Meter lange Anschlusskabel in den dafür vorgesehenen Port deines CresControl-Hubs. In der CresControl App wird der Sensor sofort erkannt. Du weist ihn dann deinem spezifischen „Ecosystem“ (also deinem Grow-Zelt oder Raum) zu und definierst deine gewünschten Zielwerte und Schwellen, ab wann nachgeregelt werden soll.
Die größte Fehlerquelle beim Einsatz von CO2-Sensoren ist die physische Platzierung. Kohlendioxid ist schwerer als Luft und sinkt zu Boden, weshalb eine gute Umluft ohnehin Pflicht ist. Dennoch: Wenn du den Sensor oben an der Decke oder unten am Topfrand aufhängst, misst du nicht das, was an den Spaltöffnungen der Blätter ankommt. Der Sensor gehört direkt auf die Höhe der obersten Triebspitzen (Canopy). Ziehe ihn bei einem starken Stretch der Pflanzen einfach entsprechend mit nach oben.
Typischer Fehler: Du wunderst dich, dass dein Sensor verrücktspielt und völlig instabile Werte liefert? Oft hängt der Sensor dann direkt im harten Luftstrom deines Clip-Ventilators oder direkt an der Frischluft-Zufuhr. Dadurch misst er lokal verdünnte Luft, während die Pflanzen daneben hungern. Der Fix: Platziere den Sensor zentral im Blätterdach, aber etwas windgeschützt, sodass er die gut durchmischte Raumluft erfassen kann, ohne permanent angeblasen zu werden.
Der technologische Kern des senseCarbon ist ein echter Deep-Dive wert. Herkömmliche NDIR-Sensoren (Non-Dispersive Infrared) benötigen eine relativ lange optische Messkammer, durch die Infrarotlicht geschickt wird. Das macht sie bauartbedingt groß und oft träge. Der senseCarbon nutzt hingegen die photoakustische NDIR-Messung. Hierbei wird das CO2-Gas mit gepulstem Infrarotlicht bestrahlt. Die CO2-Moleküle absorbieren das Licht, erwärmen sich minimal und dehnen sich dabei aus. Das erzeugt eine winzige Druckwelle – praktisch ein Geräusch. Ein hochsensibles MEMS-Mikrofon im Sensor „hört“ dieses Geräusch und berechnet daraus die exakte CO2-Konzentration. Diese Innovation macht die extreme Verkleinerung überhaupt erst möglich, ohne Kompromisse bei der Präzision einzugehen.
Im Einsatz deckt der Sensor einen idealen Messbereich von 400 bis 2.000 ppm ab. Da frische Außenluft bei knapp 400 ppm liegt und Indoor-Grows selten über 1.500 ppm gefahren werden, liefert er genau im entscheidenden Fenster seine höchste Genauigkeit von ±50 ppm (+ 5 % vom Messwert). Selbst wenn die Werte extrem ansteigen sollten, erfasst der Sensor Maximalwerte von bis zu 40.000 ppm, sodass das System nicht blind in einen Fehlerzustand läuft.
Auch die Reaktionszeit ist auf den Grow-Alltag abgestimmt. Mit einem τ₆₃-Wert von ca. 60 Sekunden erfasst er Veränderungen im Raum schnell genug, um ein Magnetventil rechtzeitig zu schließen, bevor der Zielwert massiv überschossen wird. So pendelt sich dein Grow-Klima sanft und stabil ein, anstatt im Zickzack-Kurs zwischen Extremwerten zu springen.
Messleistung & Sensorik
- Messtechnologie: Photoakustisches NDIR
- Optimaler Messbereich: 400 - 2.000 ppm
- Maximaler Messbereich: 0 - 40.000 ppm
- Genauigkeit: ±(50 ppm + 5 % vom Messwert)
- Reaktionszeit (τ₆₃): ca. 60 Sekunden
Bauform & System
- Abmessungen: ca. 32 x 16 x 39 mm
- Gewicht: 0.04 kg
- Einsatztemperatur: -10 °C bis +60 °C
- Anschlusskabel: 2 Meter Länge
- Kompatibilität: Exklusiv für CresControl
Dieser Sensor ist kein Standalone-Gerät mit eigenem Display. Um ihn nutzen zu können, ist die Crescience CresControl Steuerungseinheit zwingend erforderlich. Der Sensor fungiert hierbei als reines Eingabegerät (Messfühler) für das System.
Wenn du basierend auf den Werten aktiv in das Klima eingreifen möchtest, benötigst du an den Ausgängen des CresControl-Systems zusätzlich eine regelbare CO2-Quelle – typischerweise eine CO2-Flasche mit einem elektrischen Magnetventil (Druckminderer) oder in größeren Räumen einen CO2-Brenner. Erst durch diese Kombination wird der geschlossene Regelkreis komplett.
Der senseCarbon richtet sich ganz klar an Grower, die ihr Setup bereits ausgereizt haben. Wenn dein Licht (PPFD), deine Nährstoffe und dein Basis-Klima perfekt auf den Punkt sind, ist die CO2-Begasung der letzte Hebel für massivere Blüten und dichtere Strukturen. Hier spielt der Sensor seine Stärken in der präzisen Überwachung aus.
Idealerweise betreibst du ein "Closed Room"-Setup oder ein Zelt, bei dem die Abluft temperaturgesteuert nur minimal läuft oder das Klima über Klimaanlagen und Entfeuchter geregelt wird. In einem typischen Anfänger-Zelt, in dem ein überdimensionierter Rohrventilator die Luft alle 30 Sekunden komplett nach draußen bläst, ist der Einsatz von CO2 (und damit auch diesem Sensor zur aktiven Regelung) nicht zweckmäßig, da das Gas schneller abgesaugt wird, als die Pflanzen es aufnehmen können.
- Crescience senseCarbon CO2-Sensor
- Anschlusskabel (2 Meter Länge)
Hinweis: Die CresControl Basiseinheit und CO2-Hardware sind nicht enthalten.