Stütznetz 2 x 10 Meter
Mit dem 2 x 10 Meter großen Stütznetz von Nature bringst du Struktur in deinen Grow. Die ergiebige Kunststoffrolle lässt sich exakt auf dein Zeltmaß zuschneiden und hält deine Pflanzen zuverlässig aufrecht – perfekt für extrem schwere Blütentriebe oder als stabile Basis für einen klassischen SCROG.
Ein gut geplantes Blätterdach entscheidet maßgeblich über die Lichtverteilung in deinem Growzelt. Das Nature Stütznetz dient als starkes Raster, mit dem du das Wachstum deiner Pflanzen aktiv in die Breite steuern kannst. Anstatt jedes Mal teure, vorgefertigte Einzelnetze für bestimmte Zeltgrößen zu kaufen, schneidest du dir von dieser 20 Quadratmeter großen Rolle einfach exakt das Maß ab, das du gerade brauchst.
Der zentrale Nutzen liegt in der mechanischen Entlastung deiner Pflanzen. Wenn du in der späten Blütephase bist, legen die Buds extrem an Gewicht zu. Ohne Stütze biegen sich die Äste unter dieser Last nach unten, was den Saftfluss stört und die Blüten oft direkt aus dem Sweetspot deiner LED zieht. Das Kunststoffnetz nimmt dieses Gewicht flächig auf und hält die Triebe starr in der optimalen Position.
Gleichzeitig verbessert eine saubere Netzstruktur den Airflow im Zelt enorm. Wenn du die Triebe gezielt in die Maschen leitest und sie auf Abstand zueinander hältst, vermeidest du dichte, aufeinanderliegende Blätternester. Das senkt das Risiko von Blütenfäule deutlich und stellt sicher, dass auch tiefer liegende Blütenstände noch frische Umluft und nutzbares Licht abbekommen.
Das hier verarbeitete Kunststoffmaterial ist vollkommen grow-tauglich. Es nimmt keine Feuchtigkeit auf, zieht keinen Schimmel an und reagiert nicht mit Düngerückständen. Da es leicht nachgibt, minimiert es die Gefahr, tief in die Rinde stark wachsender Triebe einzuschneiden, wie es bei steifem Draht oder sehr harten Maurerschnüren passieren kann.
Wenn du mit der SCROG-Methode (Screen of Green) arbeitest, wird dieses Netz zu deinem wichtigsten Handwerkszeug. Du spannst es horizontal stramm über deine Pflanzen, noch bevor der eigentliche Stretch beginnt. Sobald die Triebe durch das Netz schießen, biegst du sie vorsichtig um und flechtest sie unter die nächste Masche. So erzeugst du ein extrem flaches, gleichmäßiges Blätterdach, in dem jeder Haupttrieb exakt denselben Abstand zur Lampe hat.
In Hydroponik- oder Aeroponik-Systemen übernimmt das Netz sogar eine lebenserhaltende Aufgabe. Da deine Pflanzen hier meist nur in kleinen Gittertöpfen sitzen und keinen schweren Erdballen als Wurzelanker haben, werden sie bei zunehmendem Fruchtgewicht sehr schnell kopflastig. Ohne ein stützendes Netz würden sie einfach umkippen oder am Wurzelhals abreißen. Das Netz ersetzt hier den mechanischen Halt des Bodens.
Für maximale Erträge und hohe Pflanzen bauen viele Grower auf ein mehrlagiges System, das sogenannte "Double Trellis". Hierbei spannst du das erste Netz recht weit unten in der Vegi-Phase, um die Pflanzenstruktur breit aufzufächern. Ein zweites Netz aus der Rolle ziehst du dann etwa 30 bis 40 cm darüber ein. Dieses obere Netz hat ausschließlich den Zweck, in den letzten Wochen die dicken, reifen Blütenköpfe vor dem Umfallen zu bewahren.
Ein typischer Fehler im Einsatz ist das zu späte Spannen. Wenn der Stretch bereits vorbei ist und die Stämme verholzen, brechen dir die Triebe ab, sobald du versuchst, sie in die Maschen zu zwingen. Wenn du zu spät dran bist, verzichte auf das Runterbinden. Schneide stattdessen ein Stück Netz ab und lege es nur noch behutsam von oben über die Pflanzen, damit sich die fertigen Äste zumindest anlehnen können.
Im ersten Schritt misst du dein Zelt oder Gestell aus. Wenn du beispielsweise auf 120 x 120 cm anbaust, schneidest du das Netz nicht auf exakt dieses Maß ab. Lass an allen vier Seiten großzügig etwa 15 bis 20 Zentimeter Überstand stehen. Diesen Puffer benötigst du dringend, um das Gewebe mehrfach stramm um die Eckstangen schlagen zu können. Der Schnitt klappt mit einer handelsüblichen Schere völlig problemlos.
Die Befestigung selbst muss unter maximaler Spannung erfolgen. Wenn dein Netz durchhängt, bietet es den schweren Blüten keinen Widerstand und ist wirkungslos. Nutze starke Kabelbinder an den vier Zeltstangen, um das Material stramm zu ziehen. Prüfe die Spannung: Wenn du mittig mit der Hand leichten Druck von oben ausübst, darf das Netz kaum nach unten nachgeben.
Das eigentliche Dirigieren der Triebe (Tucking) erledigst du am besten täglich während der explosiven Wachstumsphase. Nimm die Triebe, die durch das Netz gewachsen sind, und drücke sie sanft unter das Gewebe ins nächste freie Karree. Dadurch zwingst du die Pflanze, die Wuchsenergie in die darunterliegenden, kürzeren Triebe zu stecken. Arbeite dabei langsam, um die noch weichen Zellwände nicht versehentlich zu quetschen.
Am Erntetag zeigt die große Rolle ihren wahren praktischen Wert. Anstatt stark verharzte und komplett eingewachsene Pflanzen mühevoll und klebrig aus dem Netz zu fädeln, kappen die meisten Grower das Material einfach mit einer Schere rund um die Blüten. Du wirfst das benutzte Stück am Ende weg, rollst dir für den nächsten Grow einfach frische 1,20 Meter von der 10-Meter-Rolle ab und hast sofort wieder ein sauberes Setup.
Das Netz wird als robuste Endlosrolle geliefert. Ausgebreitet misst die Bahn exakt 2 Meter in der Breite und 10 Meter in der Länge, was dir satte 20 Quadratmeter Stützfläche bietet. Rechnerisch bedeutet das: Aus dieser einen Rolle kannst du über 10 vollständige Netze für ein 120x120-Zelt zuschneiden, was sie zu einer extrem wirtschaftlichen Lösung für regelmäßige Runs macht.
Mit einem Gewicht von gerade einmal 160 Gramm für die gesamte Rolle belastet das Gewebe deine Zeltstangen absolut nicht. Selbst ein mehrlagiges Double-Trellis-Setup wiegt praktisch nichts und nimmt dem Gestänge keine Traglast für Lampen oder schwere Abluftventilatoren weg. Das Kunststoffgewebe ist dabei extrem zäh und toleriert die starke Zugbelastung durch große Pflanzen problemlos.
Da das Material komplett wasserabweisend ist, trotzt es dauerhaft hohen Luftfeuchtigkeiten im Zelt. Falls du beim Hantieren mit Nährlösung kleckerst, kannst du das Netz einfach abwischen – es saugt sich nicht voll und bietet Pilzsporen keine Grundlage. Das flache Profil des Kunststoffs schont zudem die Rinde der Äste, selbst wenn diese stark gegen das Netz drücken.
Abmessungen & Gewicht
- Länge: 10 Meter
- Breite: 2 Meter
- Gewicht: 0,16 kg
Material & Eigenschaften
- Material: Kunststoff (wasserfest)
- Format: Zuschneidbare Rollenware
- Einsatzort: Indoor & Outdoor
Damit das Netz seine stützende Funktion überhaupt aufbauen kann, brauchst du zwingend ein stabiles Rahmensystem. In einem Growzelt nimmst du dafür die vier Eckstangen. Wenn du offen in einem Raum anbaust, musst du dir aus Holzlatten, PVC-Rohren oder Metallprofilen einen viereckigen Rahmen bauen, an dem du das Gewebe von allen Seiten spannen kannst.
Für die Montage musst du eigenes Befestigungsmaterial zur Hand haben. Da das Produkt als reine Materialrolle kommt, sind keine vorgefertigten Schlaufen vernäht. Starke Kabelbinder aus dem Baumarkt sind die günstigste und stabilste Wahl. Ein typischer Fehler ist es, Paketschnur zu nutzen, die bei Feuchtigkeit nachgibt und das Netz erschlaffen lässt.
Zeitlich müssen sich die Pflanzen noch in einem Stadium befinden, in dem ihre Hauptstämme und Seitentriebe weich und biegsam sind. Wenn du verholzte Hauptstämme unter ein Netz zwingen willst, brechen sie unwiderruflich. Spanne das Netz daher immer kurz vor der Blüteumstellung oder ganz am Anfang der Stretch-Phase.
Das Material ist essenziell für Grower, die sativalastige Sorten mit enormem Stretch anbauen und den begrenzten Headroom im Zelt kontrollieren müssen. Gleiches gilt für absolute Ertrags-Runs, bei denen die massiven Colas in den letzten Wochen unter ihrem eigenen Gewicht drohen, nach unten wegzubrechen.
Für alle, die in der Hydroponik oder Aeroponik arbeiten, ist dieses Netz faktisch ein Muss. Ohne den Halt kompakter Erde kippen DWC-Pflanzen gnadenlos zur Seite, sobald die Blüten schwerer werden. Das Netz bildet hier das statische Rückgrat deines gesamten Systems und sichert die Pflanzen vor dem Herausreißen aus den Gittertöpfen ab.
Weniger sinnvoll ist der Einsatz bei reinen SOG-Systemen (Sea of Green), bei denen du sehr viele kleine Pflanzen eng in Pötten stellst. Wenn du hier ein starres Netz darüber spannst, kommst du nicht mehr an die hinteren Pflanzen heran, falls du sie zur Kontrolle, zum Beschneiden oder für den Drain-Check aus dem Zelt heben musst.
Wie schneide ich das Netz am besten zu?
Kann ich das Netz mehrfach verwenden?
In welcher Höhe sollte das Netz gespannt werden?
Brauche ich spezielles Befestigungsmaterial?
Ist ein "Double Trellis" (zwei Netze übereinander) sinnvoll?
Kann ich das Stütznetz auch Outdoor verwenden?
Schneidet das Gewebe in die Pflanzen ein?
Reicht eine Rolle für mein Growzelt?
- 1x Nature Stütznetz (Rollenware)
- Abmessungen: 2 Meter Breite x 10 Meter Länge
Hinweis: Befestigungsmaterial (wie Kabelbinder oder Karabiner) ist nicht im Lieferumfang enthalten und muss separat besorgt werden.