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Plagron Calcium Kick 10 kg

Plagron Calcium Kick ist ein natürlicher pH-Regulator aus kalzinierten Algen, der übersäuerte Erde puffert und essenzielles Calcium liefert, ohne den EC-Wert zu verändern.

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DÜNGER

Plagron Calcium Kick 10 kg

Ein natürlicher pH-Regulator aus kalzinierten Algen, der übersäuerte Erde wieder in den Idealbereich von 5,5 bis 6,5 bringt. Er liefert essenzielles Calcium und Magnesium, verbessert die Bodenstruktur und verändert deinen EC-Wert nicht.

Für Erde & Freiland Kalzinierte Algen EC-neutral Ideal zum Rezyklieren
Überblick

Der pH-Wert im Substrat ist der unsichtbare Türsteher für deine Nährstoffe. Wenn die Erde im Lauf des Grows zu sauer wird (oft unter pH 5,5), blockiert sie die Aufnahme von essenziellen Elementen wie Phosphor, Kalzium und Magnesium. Genau hier setzt Plagron Calcium Kick an. Es ist kein klassischer flüssiger pH-Regulator für den Wassertank, sondern ein trockenes Pulver auf Basis von kalzinierten Meeresalgen. Einmal in die Erde gemischt, hebt es den pH-Wert stabil und dauerhaft auf den Bereich von 5,5 bis 6,5 an.

Der große Vorteil von kalzinierten Algen gegenüber einfachem Gartenkalk liegt in ihrer enorm porösen Struktur. Sie neutralisieren nicht nur die überschüssige Säure im Boden, sondern lockern das Substrat gleichzeitig mechanisch auf. Das bringt mehr Sauerstoff an die Wurzeln und verbessert die Drainage. Dein Bodenleben – also die Mikroorganismen und Pilze, die für den organischen Grow unverzichtbar sind – bekommt durch diese Belüftung ein perfektes Milieu, um Nährstoffe effizient umzusetzen.

Darüber hinaus lädt das Pulver deinen Boden mit hohen Mengen an Calcium und Magnesium auf. Beide Elemente sind Grundbausteine für massive Stängel, starke Zellwände und eine funktionierende Photosynthese. Da Calcium Kick als reines Naturprodukt reagiert und unlöslich ist, fügt es der Bodenlösung keine aggressiven, freien Salze hinzu. Dein EC-Wert bleibt völlig unbeeinflusst, sodass du deinen gewohnten Düngeplan ohne nerviges Nachrechnen oder Spülen weiterfahren kannst.

Im Einsatz

Einer der häufigsten Fehler im Indoor-Grow ist das schleichende Absacken des pH-Werts im letzten Drittel der Blüte. Durch die ständige Zugabe von Dünger und die sauren Ausscheidungen der Wurzeln kippt die Erde. Wenn du Calcium Kick direkt beim Umtopfen in den Endtopf in deine Erdmischung einarbeitest, baust du einen chemischen Airbag ein. Der Boden neutralisiert Säurespitzen von ganz allein und du ersparst dir das ständige Korrigieren des Gießwassers mit flüssigem pH-Plus.

Ein weiteres absolutes Parade-Szenario ist das Rezyklieren von gebrauchter Erde. Wenn du nach der Ernte deinen hochwertigen Grow Mix nicht einfach entsorgen willst, stehst du meist vor extrem saurem, ausgelaugtem Material. Statt immer wieder neue Säcke zu schleppen, entfernst du grob die alten Wurzeln, lockerst das Substrat auf und mischst Calcium Kick kräftig unter. Das Pulver neutralisiert die Altlasten, liefert das beim letzten Run verbrauchte Calcium nach und macht die Erde wieder fit für neue Pflanzen.

Auch im Outdoor-Bereich oder in großen Kübeln auf dem Balkon zeigt das Produkt, was es kann. Günstige Blumenerden oder native Gartenböden sind oft stark torflastig und von Haus aus zu sauer für stark zehrende Pflanzen. Wenn du beim Vorbereiten deiner Beete im Frühjahr Calcium Kick in die obersten Schichten einarbeitest oder direkt in die ausgehobenen Pflanzlöcher mischst, schaffst du von Tag eins an die idealen Rahmenbedingungen für tiefes Einwurzeln – selbst wenn es in der Wachstumsphase viel regnet und die Böden zur Versauerung neigen.

Anwendung

Da es sich bei Calcium Kick um ein unlösliches Pulver handelt, sieht die Anwendung anders aus als bei flüssigen Zusätzen. Du darfst es niemals in deinen Nährstofftank rühren oder in automatische Tropf- und Kapillarsysteme geben – es würde sich sofort am Boden absetzen und jede Leitung unwiderruflich verstopfen. Der einzig richtige Weg ist das trockene, physische Einmischen in das Substrat, bevor die Pflanze eingesetzt wird.

Die absolute Grundregel lautet: mischen, mischen und nochmals mischen. Wenn sich an einer Stelle zu viel von dem Pulver sammelt (sogenannte Hotspots), schießt der pH-Wert lokal massiv in die Höhe und verbrennt die feinen Haarwurzeln, sobald sie diese Zone erreichen. Am einfachsten gibst du deine Erde in eine große Mörtelwanne oder auf eine feste Plane, streust die abgewogene Menge Pulver gleichmäßig darüber und hebst das Ganze mehrfach mit den Händen oder einer Schaufel durch.

Für die typische Topfkultur liegt die empfohlene Dosis bei 2,5 bis 5 Gramm pro Liter Erde. Wenn du frische, vorgedüngte Erde nur leicht abpuffern möchtest, reicht die untere Grenze. Bei alter, rezyklierter Erde oder extrem saurem Torf gehst du auf die vollen 5 Gramm. Nach dem Eintopfen gießt du die Pflanze kräftig mit klarem Wasser an. Das feuchte Milieu aktiviert das Pulver und der Pufferungsprozess im Boden startet.

Topfvolumen Leichte Pufferung (ca. 2,5 g/L) Starke Pufferung (ca. 5,0 g/L)
11 Liter 28 g 55 g
15 Liter 38 g 75 g
20 Liter 50 g 100 g
Technik & Daten

Hinter Plagron Calcium Kick verbirgt sich ein chemisch sehr cleverer Mechanismus, der den pH-Wert nicht gewaltsam, sondern fließend einstellt. Das Rohmaterial besteht aus marinen Algen, die kalziniert – also unter extrem hoher Hitze gebrannt – wurden. Durch diesen Brennprozess entweicht organische Masse und zurück bleibt ein hochreines, karbonatisches Gerüst. Dieses Gerüst hat eine gigantische innere Oberfläche, an der mikrobiologische Reaktionen optimal stattfinden können.

Die chemische Schlagkraft liefert der Gehalt von 45 % Calciumoxid (CaO). Calcium ist für Pflanzen kein mobiler Nährstoff; es wird direkt in die Zellwände eingebaut und bestimmt, wie dick und belastbar Äste werden. Ein Calciummangel lässt frische Triebe verkümmern. Unterstützt wird dies durch 1 % Magnesiumoxid (MgO). Magnesium bildet das Kernatom des Chlorophylls – ohne ausreichend Magnesium keine tiefgrünen Blätter und keine effiziente Lichtverarbeitung.

Das wichtigste technische Feature für Grower ist die garantierte EC-Neutralität. Viele flüssige Säureregulatoren pumpen erhebliche Mengen an Kalium in die Nährlösung, was deinen Leitwert (EC) verfälscht und das Risiko einer Versalzung erhöht. Calcium Kick löst sich hingegen nicht in Wasser auf. Es verhält sich inert, bis es auf Säuren im Boden trifft. Erst dann reagiert es und neutralisiert diese. Du behältst die volle Kontrolle über deinen Gießwasser-EC.

Wirkstoffe & Inhaltsstoffe

  • Basis: Kalzinierte Meeresalgen
  • Calciumoxid (CaO): 45 %
  • Magnesiumoxid (MgO): 1 %

Anwendung & Eigenschaften

  • Dosierung Topf: 2,5 – 5 kg je 1.000 L Erde
  • Dosierung Outdoor: 5 – 12 kg je 100 m²
  • EC-Wert-Einfluss: Keiner (neutral)
Voraussetzungen

Calcium Kick funktioniert physikalisch und biologisch ausschließlich in Erd- oder stark torfhaltigen Substraten sowie im Freiland. Da der Wirkmechanismus auf der Reaktion mit organischen Säuren im Boden und einem funktionierenden Bodenleben basiert, ist zwingend ein Erdmedium erforderlich, in das das Pulver eingemischt werden kann.

Für sterile Systeme, Aeroponik, DWC (Deep Water Culture) oder den Einsatz auf reinem Blähton ist dieses Produkt absolut ungeeignet. In solchen Systemen würde das unlösliche Pulver Pumpen zerstören, Tropfer zusetzen und eine schlammige Schicht auf dem Tankboden bilden. Bei diesen Anbauarten musst du immer auf flüssige pH-Regulatoren zurückgreifen.

Eignung

Das Pulver ist ideal für Grower, die Erde rezyklieren und nicht nach jedem Durchgang Dutzende Liter alten Grow Mix zur Tonne schleppen wollen. Wer nachhaltig anbauen möchte, stellt mit Calcium Kick das mikrobiologische Fundament im Boden wieder her. Auch reine Organic-Grower schwören auf feste Algenpuffer, da diese die nützlichen Bakterienkulturen weniger stören als aggressive, flüssige Phosphorsäuren.

Ebenso profitieren Züchter, die in Gegenden mit sehr weichem Wasser (oder Umkehrosmosewasser) leben. Weil dem Gießwasser in diesen Fällen der natürliche Calciumanteil fehlt, kippt der pH-Wert im Boden viel schneller ab. Eine Vorbereitung des Substrats mit Calcium Kick fängt dieses Manko zuverlässig auf.

FAQ
Kann ich Calcium Kick einfach nachträglich oben auf die Erde streuen?
Top-Dressing (das oberflächliche Aufstreuen) ist möglich, aber bei Weitem nicht so effektiv wie das Untermischen vor dem Pflanzen. Wenn die Pflanze schon im Topf steht, solltest du das Pulver vorsichtig in die obersten Zentimeter der Erde einarbeiten (ankratzen) und danach gut gießen. Es dauert in diesem Fall allerdings länger, bis die Pufferwirkung die tieferen Wurzelzonen erreicht.
Ersetzt Calcium Kick mein CalMag-Präparat komplett?
Das kommt auf dein Setup an. Calcium Kick liefert eine extrem starke Basisversorgung an Calcium und etwas Magnesium direkt im Medium. Bei klassischen Grows auf Erde reicht das oft schon aus. Wenn du jedoch unter sehr intensiven LED-Panels arbeitest, die den Stoffwechsel massiv beschleunigen, kann in der Hochblüte trotzdem die punktuelle Gabe eines flüssigen CalMag-Düngers nötig werden.
Muss ich mein Gießwasser trotzdem noch auf den pH-Wert anpassen?
Wenn du organisch anbaust (z. B. mit der Plagron Alga Serie) und Calcium Kick im Substrat hast, übernimmt der Boden die Regulierung oft komplett. Bei leicht basischem Leitungswasser musst du dann nichts mehr messen oder anpassen. Bei extremen Ausreißern im Leitungswasser (pH über 8,0) oder bei rein mineralischer Düngung solltest du die Nährlösung zur Sicherheit dennoch grob in den Zielbereich korrigieren.
Verdirbt das Pulver, wenn der Eimer schon älter ist?
Nein, als rein mineralisches Produkt hat Calcium Kick kein klassisches Verfallsdatum. Die einzige Gefahr besteht darin, dass es durch hohe Luftfeuchtigkeit verklumpt. Solange du den Deckel des Eimers immer fest verschließt und ihn an einem trockenen Ort lagerst, bleibt das Pulver über Jahre hinweg ohne Wirkungsverlust einsatzbereit.
Was passiert, wenn ich zu viel Calcium Kick in die Erde mische?
Dann kommt es zur sogenannten Überkalkung. Wenn du die maximale Dosis von 5 g pro Liter massiv überschreitest, kann der pH-Wert über 7,0 schießen. In diesem basischen Milieu werden Mikronährstoffe wie Eisen, Zink und Mangan sofort blockiert, was zu gelben Blättern mit tiefgrünen Blattadern führt. Halte dich deshalb immer an die Dosiervorgaben.
Ist das Produkt auch für reines Kokossubstrat (Coco) geeignet?
Nein, Plagron empfiehlt dieses Produkt gezielt für Erde. Kokos hat einen völlig anderen Kationenaustausch (CEC) als Torf oder Erde und muss anders behandelt werden. Um Kokos zu puffern, weicht man es für gewöhnlich in speziellen flüssigen Calcium-Nitrathaltigen Lösungen (wie CalMag) ein. Ein Feststoffpuffer funktioniert in neutralem Kokos schlechter.
Lieferumfang
  • 1 x Plagron Calcium Kick (10 kg im Kunststoffeimer)

Der Artikel wird im wiederverschließbaren Eimer geliefert, um das Pulver trocken und streufähig zu halten.