Plagron Premium Growbag Coco 3,4L
Der Plagron Premium Growbag Coco 3,4L kombiniert hochwertiges, gewaschenes und gepuffertes Kokossubstrat mit einem praktischen Pflanzgefäß in einem einzigen Produkt. Du sparst dir das mühsame Befüllen und Reinigen von Töpfen und kannst nach der einfachen Rehydrierung direkt mit deinem Grow starten.
Wer mit Kokos anbaut, kennt den logistischen Aufwand: 50-Liter-Säcke in den Growroom schleppen, Plastiktöpfe reinigen, Substrat mühsam einfüllen und am Ende alles wieder sauber machen. Der Plagron Premium Growbag Coco 3,4L macht genau diesen Arbeitsschritten ein Ende. Hier erhältst du Topf und Anbaumedium in einem einzigen System. Der stabile PE-Beutel fungiert als vollwertiger Pflanztopf, der bereits mit der exakt richtigen Menge an komprimiertem Kokossubstrat gefüllt ist.
Das enthaltene Kokossubstrat entspricht der gewohnten Premium-Qualität von Plagron. Es wurde bereits vollständig gewaschen und gepuffert. Das bedeutet für dich in der Praxis: Du musst dich nicht mit schwankenden pH-Werten oder überschüssigen Kalium- und Natriumsalzen herumschlagen. Der EC-Wert liegt bei unter 0,5 mS/cm, sodass du von Tag eins an die absolute Kontrolle über deinen Düngeplan hast. Da absolut keine Düngemittel vorgemischt sind, startest du mit einer völlig sauberen, inerten Basis.
Mit 3,4 Litern Endvolumen (nach dem Aufquellen) ist dieser Growbag besonders interessant für platzsparende Setups. Er bietet genau die richtige Größe für Sea of Green (SOG) Kulturen, bei denen viele Pflanzen eng beieinander stehen und nur eine kurze Vegetationsphase durchlaufen. Auch für Stecklinge, die später komplett durchwurzelt in ein größeres System umziehen sollen, oder für kompakte Autoflowers in niedrigen Growboxen ist dieses kompakte Format ideal.
Sobald der Growbag vollständig hydriert ist, entfaltet das Kokossubstrat seine größte Stärke: ein herausragendes Wasser-Luft-Verhältnis. Die groben Kokosfasern halten die Feuchtigkeit extrem gut, lassen aber gleichzeitig enorme Mengen an Sauerstoff an die Wurzeln. Diese hohe Luftkapazität sorgt dafür, dass sich das Wurzelsystem rasant ausbreitet. Deine Pflanzen können Nährstoffe sehr effizient aufnehmen, was sich in einem extrem zügigen, explosiven Wachstum in der vegetativen Phase niederschlägt.
Das Design des Beutels ist konsequent auf die Praxis im Growroom ausgelegt, besonders wenn du Abläufe automatisieren willst. Auf der Oberseite befinden sich zwei vorgestanzte Löcher. Diese sind exakt dafür gedacht, Schläuche oder Tropfer für ein automatisches Bewässerungssystem aufzunehmen. Du musst den Beutel nicht erst umständlich aufschneiden oder basteln – steck einfach deine Tropfer hinein. Durch die starke Kapillarkraft des Kokos verteilt sich die Nährlösung im Inneren völlig gleichmäßig.
Ein typischer Fehler im Umgang mit geschlossenen Beuteln ist gefährliche Staunässe. Wenn dein Untersetzer nach dem Gießen voll mit Wasser steht, ziehen die Pflanzen die herausgespülten Salze gnadenlos zurück in den Beutel. Plagron hat den Boden des Growbags zwar mit Drainageschlitzen versehen, damit Wasser abläuft – aber du musst dafür sorgen, dass der Beutel nicht im eigenen Saft steht. Bocke die Bags am besten leicht auf oder nutze einen Fluttisch, damit der Drain (Auslauf) bei jedem Gießvorgang sicher und restlos ablaufen kann.
Die Aktivierung des gepressten Kokosblocks erfordert am Anfang etwas Disziplin und den richtigen Ablauf. Wenn du einfach die komplette Wassermenge auf einmal in den Bag kippst, läufst du Gefahr, dass die feinen, noch harten Fasern das Wasser nicht schnell genug binden. Es würde einfach ungenutzt durch die Drainageschlitze abfließen. Gehe stattdessen zwingend in zwei definierten Schritten vor: Zuerst gibst du sehr langsam 1,7 Liter Wasser über die Tropferlöcher in den Beutel. Alternativ kannst du auch dein Tropfsystem auf extrem langsame Bewässerung stellen.
Jetzt heißt es: Geduld haben und 24 Stunden warten. Dieser Schritt ist elementar wichtig, damit das gepresste Material die Feuchtigkeit wirklich bis in den tiefsten Kern ziehen und sich gleichmäßig ausdehnen kann, ohne Trockenspots zu bilden. Nach Ablauf der 24 Stunden gibst du weitere 0,7 Liter Wasser hinzu. Insgesamt hast du nun 2,4 Liter Wasser verwendet und erhältst etwa 3,4 Liter lockeres, einsatzbereites Kokossubstrat. Mit diesem zweiten Gießvorgang erreichst du in der Regel auch direkt den gewünschten ersten Drain von rund 10 Prozent, der den Beutel einmal perfekt durchspült.
Sobald der Bag einsatzbereit ist, behandelst du ihn wie jedes andere hochwertige Kokossubstrat. Da keine Nährstoffe enthalten sind, musst du ab dem ersten Einsetzen deiner Pflanze Dünger beimischen. Stelle den pH-Wert deiner Nährlösung dabei immer erst ganz zum Schluss präzise auf einen Bereich zwischen 5,5 und 6,5 ein. Kokos hat keinen nennenswerten eigenen Puffer für den pH-Wert – das bedeutet, deine Nährlösung diktiert das Milieu. Ist der pH-Wert falsch eingestellt, kommt es fast sofort zu Nährstoffblockaden.
Der Growbag wird komplett trocken und extrem stark komprimiert geliefert, was ihn zu einem Fliegengewicht macht und die Lagerung enorm vereinfacht. Hier die wichtigsten Spezifikationen im Überblick:
Substrat-Werte
- Volumen (hydriert): ca. 3,4 Liter
- EC-Wert (1:1,5): < 0,5 mS/cm
- pH-Wert (1:1,5): 5,0 - 7,5
- Vordüngung: Keine (0 Wochen)
Abmessungen & Gewicht
- Gewicht (trocken): 0,36 kg
- Maße (gepresst): ca. 15 x 15 x 3,5 cm
- Maße (hydriert): ca. 15 x 15 x 15 cm
- Material Beutel: PE (Polyethylen)
Um erfolgreich im Plagron Growbag anzubauen, brauchst du zwingend ein verlässliches Messgeräte-Setup. Da das Kokossubstrat komplett inert, also nährstofffrei ist, mischst du die Nahrung für deine Pflanzen jeden Tag selbst zusammen. Ein hochwertiges pH-Messgerät und ein EC-Meter sind absolute Pflicht. Wenn dein pH-Wert nach dem Anmischen nicht im perfekten Fenster (5,5 - 6,5) liegt, blockieren bestimmte Ionen und können nicht aufgenommen werden. Ein Blindflug ohne Messgeräte führt bei reinem Kokos unweigerlich und sehr schnell zu sichtbaren Mangelerscheinungen.
Zusätzlich benötigst du einen passenden mineralischen oder organo-mineralischen Kokosdünger (oft als A- und B-Komponente erhältlich). Herkömmliche Erd-Dünger funktionieren hier nicht gut, da Kokos spezielle Anforderungen an die Kalzium- und Magnesiumversorgung stellt. Oft ist auch ein zusätzliches CalMag-Präparat (Calcium/Magnesium) extrem sinnvoll, besonders wenn du mit sehr weichem Leitungswasser oder sogar Osmosewasser gießt.
Das 3,4-Liter-Format ist prädestiniert für Grower, die auf schnelle Zyklen und viele kleine Pflanzen setzen (Sea of Green). Durch die sehr kompakte Grundfläche von 15 x 15 cm bekommst du extrem viele Bags auf einen Quadratmeter. Auch für Züchter, die viele Stecklinge anwurzeln lassen und diese später mitsamt dem kompakten Kokosballen nahtlos in ein größeres Beetsystem setzen wollen, ist die Größe absolut optimal.
Wenn du stark zehrende, wuchtige Pflanzen über Monate hinweg in die Blüte schicken willst (z. B. wenn du nur 4 Pflanzen auf 1x1 Meter stellst), stoßen 3,4 Liter Wurzelraum hingegen schnell an ihre Grenzen. In diesem Fall müsstest du extrem oft (teils mehrmals täglich) bewässern, um den Bedarf einer riesigen Pflanze zu decken. Für solche Vorhaben solltest du eher zur größeren 8-Liter-Version des Growbags greifen oder ein perfekt eingestelltes automatisches Tropfsystem nutzen.
- 1x Plagron Premium Growbag Coco 3,4L (trocken, gepresst)
Der Folienbeutel dient direkt als Pflanztopf. Es werden keine separaten Kunststofftöpfe benötigt.