Royal Queen Seeds Blue Gelato 3 Samen
Die Blue Gelato von Royal Queen Seeds bringt dir feinste US-Genetik direkt ins Zelt. Als 80 % Indica wächst sie buschig, kompakt und liefert dir am Ende steinhart harzige Blüten mit bis zu 23 % THC. Mit ihrem Terpenprofil aus Erde, Diesel und süßen Beeren holst du dir einen robusten Schwergewichts-Hybriden in die Gläser.
Die Blue Gelato von Royal Queen Seeds schlägt die Brücke zwischen der bewährten europäischen Blueberry-Linie und feinsten Westcoast-Aromen. Die Züchter haben Thin Mint Girl Scout Cookies und Sunset Sherbet gekreuzt und den Nachwuchs anschließend mit der legendären Blueberry vermählt. Das Ergebnis ist eine zu 80 % indicadominierte Pflanze, die unglaublich stabil wächst. Sie bildet sehr dicke Stämme, breite dunkelgrüne Blätter und verzeiht dir auch mal kleinere Fehler bei den Parametern. Das macht sie zur Bank für deinen nächsten Run, egal ob du auf Erde, Kokos oder Hydro unterwegs bist.
Wenn du sie unter guten Bedingungen ausblühen lässt, drückt sie dir drinnen bis zu 600 g/m² auf die Waage. Dabei ist es nicht nur die reine Masse, die am Ende zählt, sondern die unglaubliche Harzschicht, die sich ab der vierten Blütewoche über die Buds und selbst kleine Zuckerblätter legt. Das Terpenprofil ist extrem durchdringend – eine rohe Mischung aus erdigem Diesel und süßen Waldbeeren.
Ein typischer Fehler bei der Aufzucht schwerer Indica-Strains ist das Vernachlässigen der Blattmasse. Die Pflanzen wachsen teils so dicht, dass sich Feuchtigkeit im Inneren des Buschs staut und kein Licht mehr an die unteren Triebe kommt. Fix: Nimm in der Hochphase der Vegi und nochmals in der dritten Blütewoche gezielt die größten Sonnensegel aus der Mitte (Defoliation), damit der Wind sauber durchs Blätterdach pusten kann und die Pflanze ihre Energie nach oben verlagert.
Vom Samen weg zeigt die Blue Gelato ihren Charakter. Sobald der Keimling im Topf steht, entwickelt sie zügig kräftige Wurzeln und baut ein sehr gedrungenes Gerüst auf. Die Internodienabstände (der Platz am Stamm zwischen den Seitentrieben) bleiben extrem kurz. Wenn dein Sämling in den ersten Tagen allerdings extrem spargelt und einen langen weißen Stiel schiebt, sucht er verzweifelt nach Energie. Fix: Deine Lampe hängt zu hoch oder ist zu weit runtergedimmt. Geh mit dem Panel näher ran, aber behalte die Temperatur am Blätterdach stets im Auge.
Schickst du die Blue Gelato in die Blüte (12/12 Lichtzyklus), macht sie nur einen moderaten Stretch durch. Du kannst davon ausgehen, dass sie ihre Höhe in etwa verdoppelt, bevor sie sich voll auf die Blütenproduktion konzentriert. Das ist extrem berechenbar und bewahrt dich vor Pflanzen, die dir ungebremst in die LEDs wachsen. Ab der fünften Blütewoche fangen die Headbuds an, massiv anzuschwellen. Die Kelche (Calyxen) stapeln sich übereinander und werden steinhart.
In der späten Blüte (Woche 7 bis 9) kann die Genetik ihre Blueberry-Wurzeln voll ausspielen. Fallen die Nachttemperaturen in deinem Zelt leicht ab (z. B. auf 18–19 °C), verfärben sich die Blätter und teilweise die Blüten vieler Phänotypen lila bis bläulich. Typischer Fehler in dieser Endphase: Die Umluft erreicht die fetten Headbuds nicht mehr richtig. Wenn deine RLF jetzt über 55 % klettert, riskierst du bei dieser extremen Blütendichte schnell Budrot (Schimmel). Fix: Lass mindestens zwei Clip-Ventilatoren knapp über und unter dem Blätterdach kreuzen und dreh deine Abluft hoch, um die stehende Feuchtigkeit konsequent abzuführen.
Die Blue Gelato schreit förmlich nach Pflanzentraining. Lass sie nicht einfach stur als Tannenbaum wachsen. Wenn du die Haupttriebspitze nach der dritten oder vierten Nodie kappst (Topping), schieben die unteren Seitentriebe rasant nach oben. Das bringt dir ein gleichmäßiges, flaches Blätterdach und am Ende viele gleich große Headbuds statt eines einzigen massiven Colas. Sie ist damit der ideale Kandidat für ein ScrOG-Netz (Screen of Green).
Beim Düngen verhält sie sich in der Wachstumsphase eher genügsam. Gib ihr erst volles Schema, wenn sie wirklich hellere Blätter zeigt. Ein typischer Fehler: Grower meinen es zu gut und ballern direkt die volle Dosis Stickstoff (Grow-Dünger) ins Gießwasser. Wenn sich deine Blattspitzen dann wie Adlerkrallen nach unten biegen ("Clawing") und das Grün fast künstlich dunkel wird, hast du sie überdüngt. Fix: Setze den Dünger für die nächsten zwei Gießvorgänge aus oder verdünne die Nährlösung auf die halbe Dosis, bis sie wieder normal und entspannt wächst.
In der Hochblüte dreht sich das Bild komplett. Hier nimmt sie einen kräftigen PK-Boost (Phosphor und Kalium) dankend an, um die Blüten aufzupumpen. Achte bei der Anmischung im Tank auf sauberes Arbeiten. Wenn dein EC-Wert nach der Zugabe von Boostern plötzlich in den roten Bereich schießt, verdünne sofort mit Leitungswasser oder Osmosewasser, bevor du an die Pflanzen gehst. Gieße auf Erde immer mit leichtem Drain (ca. 10 bis 15 % Wasser sollten unten wieder rauslaufen), damit sich keine unverbrauchten Salze im Wurzelbereich ansammeln und dir den pH-Wert im Substrat crashen.
Die Blue Gelato braucht etwa 60 bis 65 Tage Blütezeit, bis sie ihren Peak erreicht. In dieser Zeit baut sie massive 23 % THC auf, während der CBD-Gehalt verschwindend gering (0 bis 1 %) bleibt. Das sorgt für die klassische, harte Indica-Wirkung: schwer, sedierend und physisch stark entspannend. Wenn du unter LEDs anbaust, verträgt sie in den letzten Blütewochen ordentlich Licht (PPFD von 800 bis 1000 µmol/m²/s). Gehst du allerdings unüberlegt zu nah ran, riskierst du Lightburn an den obersten Spitzen.
Outdoor-Grower peilen in unseren Breitengraden Mitte bis Ende Oktober für die Ernte an. Indoor bleibt die Höhe mit 80 bis 130 cm sehr überschaubar und zeltfreundlich, outdoor kann sie bei frühem Aussetzen auf bis zu 2 Meter heranwachsen.
Wenn du am Ende erntest, solltest du den perfekten Zeitpunkt abpassen. Typischer Fehler: Nach exakt 60 Tagen blind die Schere ansetzen, weil es im Datenblatt steht. Fix: Die Angaben sind immer nur Durchschnittswerte. Nimm ein Taschenmikroskop und check die Trichome (Harzköpfe). Sind sie alle trüb-milchig und zu etwa 20 bis 30 % bernsteinfarben, hast du das Couchlock-Potenzial maximiert. Sind sie noch klar wie Glas, lass die Pflanze zwingend noch ein paar Tage stehen.
Genetik & Wirkung
- Genetik: Blueberry x Thin Mint GSC x Sunset Sherbet
- Typ: Feminisiert, 80 % Indica / 20 % Sativa
- THC-Gehalt: Bis zu 23 %
- CBD-Gehalt: Niedrig (0 - 1 %)
Anbau & Ertrag
- Blütezeit Indoor: 60 - 65 Tage
- Ertrag Indoor: 550 - 600 g/m²
- Höhe Indoor: 80 - 130 cm
- Erntemonat Outdoor: Mitte bis Ende Oktober
Ohne ein starkes Abluftsystem brauchst du diesen Grow nicht zu starten. Die Terpene der Sunset Sherbet und GSC sind brachial. Ab Mitte der Blüte dünstet die Pflanze einen derben Geruch nach Kraftstoff und Erde aus, der jede Ritze durchdringt. Dein Aktivkohlefilter muss zwingend intakt sein und passend zum Lüftervolumen dimensioniert werden.
Zudem benötigst du potente Umluft-Ventilatoren. Die massiven Indica-Knospen brauchen konstante Bewegung in der Luft, sonst staut sich die Transpirationsfeuchtigkeit direkt an der Blüte und führt von innen heraus zu Schimmel. Sorge für eine Brise, die alle Pflanzenteile leicht in Bewegung hält.
Dieser Strain ist der absolute Problemlöser für Grower mit Platzangst im Zelt. Wenn du unter Dachschrägen anbaust oder nur ein 160-cm-Zelt nutzt, ist die Blue Gelato perfekt. Du zwingst sie mit etwas Netz-Training (ScrOG) problemlos in die Waagerechte und füllst die Fläche auf.
Auch für Anfänger ist sie eine sichere Bank, da sie Stress und leichte Nährstoffschwankungen gut abfedert. Extrakt-Fans (Rosinenpresse, Ice-O-Lator) werden sie besonders lieben: Der „Sugar-Trim“ – also die harzigen kleinen Blätter ganz nah an der Blüte – liefert exorbitante Ausbeuten beim Pressen oder Auswaschen.
Wie viel Stretch hat die Blue Gelato in der Blüte?
Kann ich sie toppen?
Wann ist der optimale Erntezeitpunkt?
Welche Topfgröße empfiehlst du für ein normales Setup?
Wie stark riecht sie in der Blüte?
Eignet sie sich für den Outdoor-Anbau in Deutschland?
- 3x feminisierte Samen "Blue Gelato" (Royal Queen Seeds)
Hinweis: Samen bis zum Keimen luftdicht, dunkel und kühl lagern (am besten im Gemüsefach des Kühlschranks), um die maximale Keimkraft zu erhalten.