AutoPot 1Pot System 36 Töpfe
Wenn du 36 Pflanzen zuverlässig und ohne Stromausfall-Risiko versorgen willst, ist das 1Pot System dein Setup. Die AQUAvalve5-Ventile regeln die Wasserzufuhr zu 100 % per Schwerkraft und simulieren einen natürlichen Nass-Trocken-Zyklus – für massive Wurzeln und maximale Erträge, ohne dass du täglich Gießkannen schleppen musst.
36 Pflanzen von Hand zu gießen, ist mehr als nur ein Hobby – es ist ein echter Knochenjob, der täglich viel Zeit frisst. Spätestens in der Blüte, wenn der Wasserbedarf durch die Decke geht, verbringst du Stunden im Raum. Das AutoPot 1Pot System nimmt dir genau diese Arbeit ab und sorgt dafür, dass jede einzelne Pflanze exakt die Menge an Wasser und Nährstoffen bekommt, die sie in ihrer jeweiligen Phase braucht.
Das Herzstück des Systems ist das patentierte AQUAvalve5. Dieses intelligente Ventil sitzt in jedem der 36 Trays. Es lässt Wasser aus dem Tank einlaufen, bis ein definierter Füllstand erreicht ist, und riegelt dann ab. Der Clou: Es öffnet sich erst wieder, wenn die Pflanze das Wasser im Tray komplett aufgebraucht hat. So entsteht ein natürlicher Nass-Trocken-Zyklus. Die Wurzeln können atmen und stehen nicht permanent in der Brühe.
Das Setup baut auf einer robusten Netzstruktur auf. Der Hauptstrang besteht aus einem dicken 16-mm-Schlauch, der vom Tank abgeht. Über Kreuz- und T-Verbinder splittest du das Wasser dann auf die blauen 9-mm-Zuleitungen auf, die zu den einzelnen Ventilen in den Untersetzern führen. Dank der roten Inline-Hähne kannst du einzelne Stränge zur Wartung absperren, ohne das ganze System trockenlegen zu müssen.
Da die eckigen, schwarzen Töpfe frei in ihren Trays stehen, kannst du sie jederzeit drehen, herausnehmen oder umstellen, um das Blätterdach optimal auszurichten. Wenn du später noch mehr Fläche ausleuchten willst, lässt sich das System mit zusätzlichen 1Pot-Modulen beliebig erweitern – solange dein Wassertank groß genug ist.
Da 36 Pflanzen eine Ansage sind, bietet dir dieses System die Wahl zwischen zwei Topfgrößen, um dein Setup perfekt auf deine Strain-Genetik abzustimmen. Die 8,5-Liter-Töpfe sind ideal, wenn du im Sea-of-Green (SOG) arbeitest, viele Steckis mit kurzer Vegi-Phase ins Rennen schickst oder eher kompakt wachsende Automatics anbaust. Gibst du deinen Pflanzen hingegen eine lange Vegi und rechnest mit massivem Stretch und riesigen Büschen, sind die 15-Liter-Töpfe die bessere Wahl.
Ein System dieser Größe setzt ordentlich Wasser um. Bei vollem Blattwerk in der Hochblüte trinken 36 Pflanzen extrem viel. Deshalb wählst du den Wassertank direkt passend zu deinem Bedarf. Wenn du bereits ein großes Regenfass oder einen maßgefertigten Nährstofftank stehen hast, wählst du die Variante "ohne Tank" – der nötige Adapter für dein eigenes Fass liegt trotzdem bei. Für alle anderen bietet AutoPot die bewährten faltbaren FlexiTanks an, angefangen bei 225 Litern bis hin zum gigantischen 1000-Liter-Reservoir.
Ein wichtiges Upgrade für Grower mit hohen Ansprüchen an die Hygiene ist der FlexiTank Pro (als 225 L oder 400 L Variante wählbar). Im Gegensatz zum blauen Standard-Tank hat der Pro eine weiße, stark reflektierende und absolut lichtdichte Hülle. Das hält die Nährlösung kühler und verhindert Algenwachstum, was besonders wichtig ist, wenn der Tank nahe der Beleuchtung steht. Zudem hat der Pro verdeckte Stützen im Inneren, Füllstandsmarkierungen und ein extrem kippsicheres Design.
Typischer Alltagstipp: Wenn dein pH-Wert nach dem Anmischen der Nährlösung im großen Tank stark absackt oder hochschießt, hast du der Mischung keine Zeit gelassen. Rühre deinen Dünger ein, stell den pH ein und lass den Tank dann für ein paar Stunden (oder über Nacht) abstehen. Miss danach nochmal, korrigiere bei Bedarf und öffne erst dann den Hahn zu den Pflanzen. Ein stabiler pH-Wert im Tank erspart dir Mangelerscheinungen in den Töpfen.
Damit das AutoPot System seine Magie entfalten kann, ist das richtige Substrat entscheidend. Da die Feuchtigkeit durch Kapillarkraft von unten nach oben gezogen wird, darf die Erde nicht zu dicht sein – sonst ersticken die Wurzeln. Du musst zwingend ein stark belüftetes Substrat nutzen. Der Goldstandard ist eine 50/50-Mischung: Entweder 50 % Erde und 50 % Perlite (oder Blähton) oder 50 % Coco und 50 % Perlite. Verzichte auf reine, schwere Blumenerde.
Der Start des Systems erfordert etwas Geduld. Lege zuerst die kupferbeschichtete Wurzelkontrollscheibe (glänzende Seite nach oben) in den Tray – sie hält die Wurzeln vom AQUAvalve fern. Die Marix-Scheibe kommt unten in den Topf und verhindert, dass Substrat in den Tray gespült wird. Setze deine Jungpflanzen ein und gieße sie für die ersten 10 bis 14 Tage ganz normal von oben. Die Wurzeln müssen sich erst bis zum Topfboden entwickeln. Sobald sie den Boden erreicht haben, drehst du den Hahn auf und das AutoPot System übernimmt.
Der Aufbau der Schlauchmatrix ist logisch aufgebaut. Führe den dicken 16-mm-Schlauch vom Tankadapter (inklusive Click-Fit-Filter) in den Grow-Bereich. Von dort aus baust du mit den beiliegenden Kreuz- und T-Verbindern Abzweigungen für die dünneren 9-mm-Zuleitungen, die direkt an die Ventile angeschlossen werden. Die roten Inline-Hähne baust du an strategischen Punkten ein, um das System später abschnittsweise warten zu können.
Deep-Dive Leitungsdruck: Das AutoPot System arbeitet rein mit Schwerkraft. Das bedeutet, dass der Druck im Schlauch nur davon abhängt, wie hoch dein Wassertank steht. Als Faustregel gilt: Der Boden des Tanks muss mindestens 15 Zentimeter höher stehen als das höchste AQUAvalve5 im System. Bei 36 Pflanzen und einem langen Schlauchweg empfiehlt es sich, den Tank ruhig 30 bis 50 cm erhöht auf einen stabilen Sockel (z.B. gemauerte Ytong-Steine) zu stellen. Fällt der Wasserstand im Tank, sinkt auch der Druck – eine gewisse Resthöhe garantiert, dass auch die hintersten Töpfe noch zügig gefüllt werden.
Das AutoPot 1Pot System ist für den industriellen Dauereinsatz konzipiert. Die schwarzen Trays und Töpfe sind aus robustem, dickwandigem Kunststoff gefertigt, der nicht so leicht bricht und leicht zu reinigen ist. Das aktuelle AQUAvalve5 hat einen vergrößerten Innendurchmesser (5 mm statt früher 3 mm), wodurch es deutlich unanfälliger für Verstopfungen ist.
Das verwendete Schlauchsystem mit dem 16-mm-Hauptstrang sorgt dafür, dass ausreichend Wasserdurchsatz für 36 Töpfe bereitgestellt wird, während die 9-mm-Schläuche in den Verzweigungen die Flexibilität beim Verlegen in den Trays gewährleisten.
Bei der Wahl des Substrats solltest du dir vorab Gedanken über die Menge machen. Bei der 15-Liter-Variante benötigst du für 36 Töpfe insgesamt stolze 540 Liter Substrat. Fällt deine Wahl auf die 8,5-Liter-Töpfe, bist du mit 306 Litern dabei. Plane den Substrat-Einkauf (und das Anmischen mit Perlit) entsprechend großzügig.
System-Daten
- Anzahl Töpfe: 36 (1Pot System)
- Topfgrößen: 8,5 L oder 15 L (wählbar)
- Substratbedarf (Gesamt): 306 L (bei 8,5 L) / 540 L (bei 15 L)
- Ventil-Typ: AQUAvalve5 (Schwerkraft-gesteuert)
Schläuche & Leitungen
- Hauptstrang: 16 mm (16 mm Außen / 13 mm Innen)
- Zuleitung Ventile: 9 mm (9 mm Außen / 7 mm Innen)
- Strombedarf: 0 Watt (100 % passiv)
Damit das 1Pot System einwandfrei funktioniert, muss dein Boden absolut waagerecht sein. Wenn der Raum ein starkes Gefälle hat, läuft das Wasser in den Trays schräg zusammen. Das AQUAvalve misst den Wasserstand dann falsch – es öffnet zu spät oder überflutet den Untersetzer. Überprüfe deinen Untergrund vor dem Aufbau unbedingt mit einer Wasserwaage.
Zudem bist du bei der Düngerwahl leicht eingeschränkt. Verwende ausschließlich mineralische Dünger oder spezielle, stark gefilterte organische Nährlösungen (wie Biotabs oder spezielle AutoPot-Linien). Dickflüssige, organische Suspensionen mit vielen Schwebstoffen würden die feinen Schläuche und das Ventil unweigerlich verstopfen. Möchtest du klassisch organisch arbeiten, mische den Dünger als Feststoff unter die Erde und gib nur reines Wasser in den Tank.
Mit 36 Töpfen ist dieses System klar auf den semiprofessionellen Bereich oder sehr engagierte Hobby-Grower ausgelegt. Es eignet sich hervorragend für große Zelte (ab 240x240 cm oder 300x150 cm aufwärts) oder ausgebaute Kellerräume. Durch die Schwerkraft-Speisung bist du unabhängig von Steckdosen an den Töpfen, was das Setup in feuchten Gewächshäusern besonders sicher macht.
Wenn du öfter beruflich unterwegs bist oder einfach nicht jeden Tag in dein Zelt schauen möchtest, ist dieses System ein Lebensretter. Ist der 400- oder 1000-Liter-Tank einmal gefüllt und der pH-Wert eingestellt, versorgt das Setup deine Pflanzen über viele Tage hinweg komplett selbstständig.
Brauche ich eine Wasserpumpe für das System?
Welches Substrat funktioniert am besten?
Ab wann darf ich das System einschalten?
Kann ich organischen Bio-Dünger verwenden?
Wie hoch muss der Wassertank stehen?
Warum sollte ich den FlexiTank Pro statt dem normalen wählen?
Wie reinige ich das System nach dem Grow?
- 36x 1Pot Tray mit Deckel
- 36x Topf (8,5 L oder 15 L, je nach Auswahl)
- 36x AQUAvalve5 Ventil
- 36x Marix-Scheibe
- 36x Wurzelkontrollscheibe
- Wassertank (Modell und Größe je nach Auswahl, oder Adapter bei Wahl "ohne Tank")
- Verbindungsmaterial (Tankadapter mit Click-Fit-Filter, Inline-Hähne, Kreuz- und T-Verbinder, 16-mm- und 9-mm-Schlauch)
Topfgröße und Ausführung des Wassertanks variieren je nach getroffener Auswahl.
Spezifikationen
| Topfgröße | 8,5 l, 15 l |
| Wassertank | ohne Tank, FlexiTank 225 l, FlexiTank 400 l, FlexiTank 750 l, FlexiTank 1000 l, FlexiTank Pro 225 l, FlexiTank Pro 400 l |