AutoPot FlexiPot System 3 Töpfe inkl. 47 l Wasserfass
Das FlexiPot 3-Topf-System nimmt dir das Gießen komplett ab und läuft zu 100 % autark über Schwerkraft. Durch die Kombination aus der AQUAvalve5-Steuerung und atmungsaktiven 20-Liter-Stofftöpfen sicherst du dir nicht nur eine sorgenfreie Bewässerung, sondern auch ein massives Wurzelwachstum durch kontinuierlichen Luftschnitt.
Wer einmal ein funktionierendes AutoPot-System im Zelt stehen hatte, geht selten wieder zum Handgießen zurück. Der Kern des Systems ist das AQUAvalve5. Dieses kleine Ventil in jedem Topf-Tray regelt den Wasserzufluss rein mechanisch. Es füllt die Schale bis zu einem bestimmten Level (ca. 20 mm) und schließt dann. Erst wenn die Pflanze das Wasser komplett aufgesogen hat und die Schale trocken ist, öffnet das Ventil wieder. Dieser Nass-Trocken-Zyklus imitiert die Natur und verhindert Staunässe, sodass die Wurzeln immer atmen können.
Was das FlexiPot-System von den Standard-Plastiktöpfen abhebt, sind die grauen 20-Liter-Stofftöpfe. Wenn die Wurzeln in einem Stofftopf den Rand erreichen, wachsen sie nicht stumpf im Kreis weiter (Ringwurzelbildung), sondern sterben an der Luftspitze natürlich ab (Air Pruning). Die Pflanze reagiert darauf, indem sie im Inneren des Topfes massiv neue Feinwurzeln verzweigt. Das Ergebnis ist ein extrem dichtes Wurzelgeflecht, das Nährstoffe deutlich aggressiver umsetzen kann.
Mit 3 Töpfen à 20 Liter ist dieses Set der perfekte Sweetspot für mittelgroße Growboxen (z. B. 120 x 60 cm oder 100 x 100 cm) oder ein sonniges Eckchen im Gewächshaus. Insgesamt hast du 60 Liter Substrat im Rennen. Das mitgelieferte schwarze 47-Liter-Wasserfass bietet dabei mehr als genug Pufferkapazität, um drei durstige Pflanzen auch in der Hochblüte problemlos über eine Woche hinweg autark zu versorgen.
Die gesamte Wasserverteilung läuft über das bewährte 9-mm-Schlauchsystem (Außendurchmesser 9 mm, Innendurchmesser 7 mm). Durch den im Vergleich zu älteren Modellen vergrößerten Querschnitt fließen Nährstoffe spürbar reibungsloser durch die Leitungen. Das minimiert das Risiko von Verstopfungen, selbst wenn du mineralische Dünger mit hohem Salzgehalt einsetzt.
Dein Alltag im Growroom wird mit dem AutoPot extrem entspannt. Du musst nicht mehr Topf für Topf wiegen oder drainieren. Deine einzige Aufgabe ist es, den pH- und EC-Wert im 47-Liter-Fass einzustellen und sicherzustellen, dass immer ausreichend Wasser im Tank ist. Da jede Pflanze ihr eigenes AQUAvalve besitzt, nimmt sich jede genau das, was sie braucht. Ein Nachzügler säuft dir nicht ab, während die größte Pflanze im Zelt vertrocknet – das System reguliert den Bedarf individuell.
Wenn dein pH-Wert im Fass nach dem Anmischen in den ersten Tagen etwas driftet, ist das normal. Stell ihn einfach einmal nach. Da das Wasser nur in eine Richtung fließt (vom Fass zu den Töpfen) und nicht zurückgepumpt wird, gelangen keine Salzausfällungen oder Substratreste zurück ins Reservoir. Dein angemischter Dünger bleibt im schwarzen Tank dunkel, kühl und stabil.
Urlaub während der Blütephase? Kein Problem. Wenn du das Fass vollmachst, hast du je nach Genetik und Temperatur 7 bis 14 Tage absolute Ruhe. Das System arbeitet völlig ohne Strom. Kein lautes Pumpenbrummen, keine Zeitschaltuhren, die ausfallen können, und keine Angst vor dem nächsten Stromausfall. Solange die Schwerkraft existiert, werden deine Pflanzen gegossen.
Ein typischer Fehler im Alltag ist das Vernachlässigen der Leitungen. Wenn dein System plötzlich stockt und eine Schale trocken bleibt, liegt das meist an Bio-Filmen im Schlauch. Der schnelle Fix: Öffne alle zwei Wochen kurz die Inline-Hähne am Ende der Schläuche und lass einen halben Liter Wasser in einen Eimer laufen. Das spült die Leitungen durch. Zudem muss der mitgelieferte Click-Fit-Filter im Tank immer sauber gehalten werden – checke das Netzteil einfach bei jedem Auffüllen.
Der wichtigste Erfolgsfaktor beim AutoPot ist der Substratmix. Weil das System von unten bewässert (Kapillarkraft), darf die Erde niemals zu kompakt sein, sonst saugt sie sich voll wie ein nasser Schwamm und die Wurzeln ersticken. Du musst dein Substrat zwingend im Verhältnis 50/50 mischen. Nimm 50 % gute Erde oder Kokos und mische 50 % Perlite oder Blähton unter. Dieser luftige Mix sorgt dafür, dass das Wasser sauber aufsteigt, ohne die Sauerstoffzufuhr abzuwürgen.
Ein weiterer, oft gemachter Fehler: Das System zu früh aufdrehen. Wenn du deine Jungpflanzen oder Steckis in die großen 20-Liter-FlexiPots setzt, erreichen die Wurzeln den Boden noch gar nicht. Schalte das Fass in dieser Phase NICHT ein. Gieße die Pflanzen für die ersten 7 bis 10 Tage ganz normal von oben. Erst wenn du spürst, dass der Topf gut durchwurzelt ist und die Pflanze wächst, drehst du den Hahn am Tank auf. Ab diesem Zeitpunkt überlässt du dem System die Arbeit.
Bevor du das Substrat einfüllst, ziehst du zwingend die mitgelieferten runden "PotSocks" (Wurzelsperren) von außen über den Boden der FlexiPots. Bei Stofftöpfen finden die Wurzeln sonst extrem schnell den Weg nach draußen in die Schale. Der PotSock verhindert, dass die Wurzeln in das AQUAvalve wachsen und den Schwimmer blockieren. Goldene Regel: Topf in den PotSock, dann Substrat rein, dann ab in die Schale.
Nach dem Grow lässt sich das Setup leicht reinigen. Die blauen Silikon-Pads im AQUAvalve ziehst du ab und wäschst sie unter warmem Wasser ab. Die Leitungen spülst du durch oder ersetzt sie bei starken Ablagerungen. Die FlexiPots bürstest du im trockenen Zustand grob ab, wäschst sie mit klarem Wasser aus und lässt sie an der Luft trocknen.
| Phase | Maßnahme | Ziel / Warum? |
|---|---|---|
| Vorbereitung | Substrat 50/50 mit Perlite/Blähton mischen | Verhindert Staunässe, hält Substrat luftig |
| Zusammenbau | PotSocks außen über den Topfboden ziehen | Schützt das AQUAvalve vor Wurzel-Invasion |
| Tage 1 - 10 | Ventil ZU lassen, klassisch von oben gießen | Zwingt die Wurzeln, nach unten zum Wasser zu wachsen |
| Wartung (alle 2 Wochen) | Inline-Hähne am Leitungsende spülen | Entfernt Salz- und Biofilm-Ablagerungen im System |
Die 1Pot XL Schalen haben eine Abmessung von 38 × 28,5 cm. Rechne für drei Töpfe also mit einer Grundfläche von mindestens 0,3 m², wobei du noch Platz für das Wachstum der Pflanzen einkalkulieren musst. Der schwarze Hartplastik-Tank fasst 47 Liter, was einem Puffer von knapp 16 Litern pro Pflanze entspricht.
Alle Verbindungen des FlexiPot 3 Systems basieren auf dem modernen 9-mm-Standard von AutoPot (blauer Schlauch). Beachte hier die spezifischen Maße des Herstellers: Der Schlauch hat 9 mm Außendurchmesser und 7 mm Innendurchmesser. Das gewährt deutlich mehr Durchfluss als alte Kapillarsysteme und macht die Leitungen unanfälliger für Verstopfungen durch Nährsalze.
Das gesamte System wiegt beim Versand ca. 4 kg und ist komplett modular aufgebaut. Falls du später in ein größeres Zelt ziehst, kannst du dir einfach weitere 1Pot XL Schalen, FlexiPots, Ventile und T-Stücke dazukaufen und das System beliebig erweitern. Das 47-Liter-Fass reicht problemlos auch für 4 bis 6 Töpfe, du musst es dann lediglich etwas häufiger nachfüllen.
Dimensionen & Kapazität
- Anzahl Pflanzen: 3
- Volumen pro Topf: 20 Liter
- Tankvolumen: 47 Liter
- Maße je Tray: 380 × 285 mm
- Versandgewicht: 4,0 kg
System-Spezifikationen
- Bewässerungsart: Schwerkraft (passiv)
- Topf-Material: Stoff (atmungsaktiv)
- Ventil-Typ: AQUAvalve5
- Schlauch (Außen/Innen): 9 mm / 7 mm
- Empfohlener Mix: 50% Erde/Coco + 50% Perlite
Damit die Schwerkraft das Wasser zuverlässig zu den Ventilen drückt, muss der 47-Liter-Tank erhöht stehen. Der Boden des Tanks muss zwingend mindestens 15 cm höher positioniert sein als das höchste AQUAvalve-Tray in deinem Zelt. Ein stabiler Hocker, eine umgedrehte Mörtelwanne oder ein kleiner Tisch eignen sich hierfür perfekt – bedenke nur, dass 47 Liter Wasser auch 47 Kilogramm wiegen.
Zudem ist ein ebener Untergrund Pflicht. Wenn die Schalen im Zelt schief stehen, kann der Schwimmer im AQUAvalve5 nicht präzise abschließen. Das führt im schlimmsten Fall dazu, dass die Schale überläuft. Nutze eine Wasserwaage, um den Boden bei Bedarf mit etwas Pappe oder Holzleisten unter dem Tray auszugleichen.
Das FlexiPot-System ist perfekt für Grower, die die explosionsartigen Wachstumsraten eines Hydrosystems suchen, aber weiterhin in einem vertrauten Torf- oder Kokossubstrat arbeiten möchten. Durch die permanente Verfügbarkeit von Wasser und Nährstoffen pusht das System die Pflanzen spürbar härter als klassisches Handgießen.
Weniger geeignet ist das System für sehr dicke, melassehaltige organische Bio-Dünger direkt im Fass. Solche Nährstoffe flocken im stehenden Tankwasser nach wenigen Tagen aus, kippen um (Geruch!) und verstopfen auf Dauer die Ventile. Wenn du organisch growen willst, nutze entweder sehr saubere, hochlösliche Bio-Linien, die für Tropfsysteme freigegeben sind, oder arbeite mit "Living Soil" im Topf und fülle nur reines, pH-reguliertes Wasser ins Fass.
Muss das Wasserfass höher stehen als die Töpfe?
Kann ich jeden beliebigen Dünger verwenden?
Wann darf ich das System nach dem Einpflanzen einschalten?
Meine Stofftöpfe bekommen weiße/grüne Ränder – ist das schlimm?
Hilfe, meine Schale läuft über! Woran liegt das?
Kann ich das 3er-System später vergrößern?
- 1x 47-Liter-Wassertank (schwarz) mit Deckel
- 3x 1Pot XL Schale (Tray) mit Deckel & 9-mm-Tülle
- 3x 20-Liter-Stoff-FlexiPot
- 3x AQUAvalve5 Bewässerungsventil
- 3x PotSock rund (Wurzelsperre für Stofftöpfe)
- 3x 1-Meter-Schlauchabschnitt (9 mm, blau)
- 1x Set Verbindungsmaterial (Tankadapter mit Filter, Inline-Hähne, Kreuz- und T-Verbinder, Schläuche)